Grünes Licht aus Brüssel: Die Europäische Kommission hat am Donnerstag die Mehrheitsübernahme der französischen Naturkosmetikmarke Aroma-Zone durch Partners Group genehmigt. Der bisherige Hauptanteilseigner Eurazeo behält eine Minderheitsbeteiligung an dem Unternehmen. Laut der Financial Times wird der Unternehmenswert bei dieser Transaktion auf rund zwei Milliarden Euro taxiert.
Operativer Gegenwind und gedämpfte Ertragsaussichten
Die Akquisition fällt in eine anspruchsvolle Phase für den Schweizer Vermögensverwalter. Im ersten Halbjahr 2026 gingen die Erträge im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 7 Prozent auf 1,12 Milliarden CHF zurück. Das Betriebsergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen belief sich dabei auf 706 Millionen CHF.
Vor allem das verhaltene Marktumfeld für Portfolioverkäufe bremste die Ertragsdynamik. Die Performance-Gebühren sanken um 39 Prozent auf 216 Millionen CHF, während die festen Managementgebühren zulegten. Der Halbjahresgewinn ging in der Folge auf 502 Millionen CHF zurück.
Für das Gesamtjahr 2026 passte das Management seine Erwartungen an: Der angestrebte Anteil der Performance-Einnahmen liegt nun in einem Korridor von 20 bis 25 Prozent. Seine Fundraising-Ziele für neue Kundengelder bestätigte das Haus hingegen unverändert.
Die Zurückhaltung am Markt für Privatmarktbeteiligungen hinterlässt deutliche Spuren in den Ertragszeilen. Gleichzeitig setzt das Institut auf eine Neuordnung an der Unternehmensspitze, um den Übergang in die nächste Phase der Geschäftsentwicklung einzuleiten.
Führungswechsel und Zukäufe aus der Chefetage
Der Umbau der Führungsspitze wurde vor gut drei Wochen eingeleitet. CEO David Layton wird seinen Posten zum Jahresende abgeben und ab dem kommenden Jahr die Aufgaben als Chief Investment Officer sowie als Vorsitzender des Global Investment Committee wahrnehmen.
Mit Roberto Cagnati und Juri Jenkner übernehmen zwei langjährige Manager das Ruder als Co-CEOs. Beide sind seit 2004 für den Asset Manager tätig. Die Personalrochade steht noch unter dem Vorbehalt der Genehmigung durch die Aufsichtsbehörde FINMA.
Parallel dazu investierten Mitglieder der Leitungsebene eigenes Kapital in die Anteilsscheine des Unternehmens. Ein exekutives Führungsmitglied erwarb am 15. September Aktien im Gesamtwert von 8,5 Millionen CHF. Bereits am 4. September hatte ein nicht-exekutives Verwaltungsratsmitglied eigene Zukäufe am Markt getätigt.
Marktumfeld belastet die Notierung
An den Finanzmärkten schlugen sich die Branchenherausforderungen zuletzt deutlich nieder. Seit Jahresanfang summiert sich der Kursverlust auf 40 Prozent. Am Donnerstag markierten die Papiere ein 52-Wochen-Tief bei 623,00 Euro, bevor sie den Handel am Freitag bei 639,20 Euro beendeten.
Partners Group AG-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Partners Group AG-Analyse vom 26. September liefert die Antwort:
Die neusten Partners Group AG-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Partners Group AG-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 26. September erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Partners Group AG: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
