Partners Group-Aktie: Das ist dramatisch!

Die Partners Group-Aktie sackt am Mittwochvormittag völlig überraschend um über 15% ab. Was steckt hinter dem dramatischen Kurseinbruch des Schweizer Vermögensverwalters?

Auf einen Blick:
  • Deckelung der Rückzahlungen bei wichtigem Publikumsfonds
  • Massiver Anstieg von Rückforderungsanträgen durch Privatkunden
  • Schwere Vorwürfe des Shortsellers Grizzly Research

Die Partners Group-Aktie sackt am Mittwochvormittag völlig überraschend um über 15 Prozent ab und fällt damit auf den tiefsten Stand seit über sechs Jahren. Was steckt hinter dem dramatischen Kurseinbruch des Schweizer Vermögensverwalters?

Deckelung der Rückzahlungen

Der deutliche Kurseinbruch der Partners Group-Aktie am heutigen Mittwoch liegt vor allem an einer Nachricht, die den gesamten europäischen Sektor für alternative Vermögensverwalter belastet. Die Partners Group muss die Rückzahlungen bei einem seiner wichtigsten Publikumsfonds deckeln.

Der Vermögensverwalter hat angekündigt, die Rücknahmen bei seinem rund 8,6 Milliarden US-Dollar schweren Global Value SICAV-Fonds auf fünf Prozent des Nettoinventarwerts pro Quartal zu begrenzen. Hintergrund für diesen Schritt ist ein massiver Anstieg von Rückforderungsanträgen durch wohlhabende Privatkunden.

Im zweiten Quartal kletterten die avisierten Rückzüge auf geschätzte 9,8 Prozent des Fondsvolumens – fast doppelt so viel, wie der Fonds pro Quartal eigentlich zulässt. Privatkunden reagieren in volatilen Marktphasen meist deutlich nervöser als institutionelle Anleger (wie Pensionskassen).

Ein Markt gerät unter Druck

Der Markt für Privatkredite und Private Equity steht seit Monaten unter Druck. Investoren sorgen sich generell über Kreditqualitäten und das Exposure bei Software- und SaaS-Unternehmen, die durch den rasanten Vormarsch Künstlicher Intelligenz bedroht sein könnten. Nachdem bereits Giganten wie Apollo, KKR und BlackRock bei einigen ihrer Vehikel die Reißleine ziehen und Auszahlungen limitieren mussten, hat es nun auch die Schweizer erwischt.

Der heutige Einbruch trifft die Partners Group-Aktie in einer ohnehin angespannten Phase. Erst vor wenigen Wochen geriet der Schweizer Asset Manager ins Visier des bekannten US-Shortsellers Grizzly Research, der Partners Group systematisch überhöhte Vermögensbewertungen in genau diesen Fonds vorwarf.

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