Während der breite Markt gestern unter Druck stand, schoss die Aktie von Parker-Hannifin um satte 5,3 % nach oben. Der Grund ist schnell erklärt. Die Quartalszahlen des Industrie- und Luftfahrtzulieferers fielen deutlich besser aus als erwartet. Mit einem bereinigten Gewinn je Aktie von 7,65 Dollar übertrafen die Amerikaner die Wall-Street-Schätzung von 7,19 Dollar klar.
Der Umsatz kletterte um 9 % auf 5,2 Milliarden Dollar und lag damit über den Analystenschätzungen von 5,07 Milliarden Dollar. Der Nettogewinn sank zwar auf 845 Millionen Dollar von 949 Millionen Dollar im Vorjahr, doch das liegt an einem einmaligen Gewinn aus Veräußerungen im Vorjahreszeitraum. Bereinigt stieg der Nettogewinn um 15 % auf 980 Millionen Dollar. Die Segmentmarge verbesserte sich auf beeindruckende 27,1 %.
Luft- und Raumfahrt als Wachstumstreiber
Besonders stark entwickelte sich das Aerospace-Segment mit einem Umsatzplus von 14,5 %. Hier profitiert Parker-Hannifin von der höheren Produktion bei kommerziellen Flugzeugherstellern und einer starken Nachfrage im Aftermarket-Geschäft. Der Auftragsbestand im Luft- und Raumfahrtbereich erreichte mit 8 Milliarden Dollar einen neuen Rekordwert. Insgesamt kletterte der Auftragsbestand des Konzerns auf 11,7 Milliarden Dollar.
Die Auftragseingänge legten konzernweit um 9 % zu, wobei alle Geschäftsbereiche positives Wachstum verzeichneten. CEO Jenny Parmentier sprach von einem herausragenden Quartal, das die Stärke des transformierten Portfolios widerspiegele. Die anhaltend starke Nachfrage in der Luft- und Raumfahrt sowie erste Erholungszeichen in den Industriemärkten stützen die Entwicklung.
Parker-Hannifin hat die Prognose für das Geschäftsjahr bis Juni 2026 angehoben. Das Unternehmen erwartet nun ein Umsatzwachstum von 5,5 bis 7,5 Prozent und einen bereinigten Gewinn je Aktie zwischen 30,40 und 31,00 Dollar. Die Zahlen zeigen deutlich, dass hier ein Konzern auf Kurs liegt. Anleger sollten diese Entwicklung im Auge behalten.
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