Paramount Skydance Aktie: Grünes Licht aus London

Die britische Wettbewerbsbehörde hat den Zusammenschluss von Paramount und Warner Bros. Discovery genehmigt. Damit fehlt nur noch das Urteil im US-Prozess im März.

Auf einen Blick:
  • Britische Wettbewerbsbehörde stimmt zu
  • 66 Jurisdiktionen haben bereits zugestimmt
  • HBO Max verzeichnet zehn Prozent Wachstum
  • US-Prozess im März entscheidet über Abschluss

Die Übernahme von Warner Bros. Discovery nimmt eine weitere regulatorische Hürde. Die britische Wettbewerbsbehörde Competition and Markets Authority hat den milliardenschweren Zusammenschluss heute formell freigegeben — ein Etappensieg für Paramount-Chef David Ellison, der den Deal seit Monaten gegen politischen und juristischen Widerstand verteidigt.

Mit der britischen Entscheidung haben nun Behörden und Regierungen aus 66 Jurisdiktionen die Fusion entweder genehmigt oder nicht beanstandet. Darunter die USA, China, Brasilien und die Europäische Kommission, die den Deal bereits am 22. Juli freigegeben hatte. Parallel zur CMA-Freigabe hat Paramount eine Vereinbarung mit dem britischen Kulturministerium DCMS geschlossen, die den Weg für den Abschluss ebnen soll.

London widerspricht den US-Klägern

Inhaltlich ist die britische Entscheidung für Paramount mehr als nur ein weiterer Haken auf der Checkliste. Die CMA kam zu dem Schluss, dass das fusionierte Unternehmen im Filmgeschäft weiterhin Konkurrenz von den drei großen Studios sowie zahlreichen kleineren Anbietern ausgesetzt bleibe. Auch bei linearen Kabelkanälen und Kinder-TV sah die Behörde ausreichend Wettbewerbsdruck durch Free-TV und Streaming-Alternativen.

Diese Einschätzung steht im Kontrast zur Klage von zwölf US-Bundesstaaten, die den Zusammenschluss als wettbewerbswidrig einstufen und vor Gericht stoppen wollen. Der Prozess ist für März terminiert — trotz der bereits erteilten föderalen Genehmigung in den USA.

Warner Bros. Discovery liefert Zahlen vor der nächsten Runde

Kurz vor der verschärften juristischen Prüfung legte Warner Bros. Discovery seine Quartalszahlen vor. Das Streaming-Segment rund um HBO Max wuchs im Jahresvergleich um zehn Prozent, getragen von Serien wie „House of the Dragon“ und „The Pitt“. Das Werbegeschäft im Streaming legte um neun Prozent zu, obwohl der Wegfall der NBA-Übertragungsrechte die Wachstumsrate spürbar bremste.

Auf Konzernebene fiel der Umsatz jedoch um elf Prozent auf 8,72 Milliarden Dollar und blieb damit unter den Erwartungen der Wall Street. Der Nettogewinn brach von 1,58 Milliarden auf 149 Millionen Dollar ein — WBD begründete dies mit Bewertungsanpassungen im Vorfeld der Übernahme sowie Restrukturierungskosten.

Ellison hatte im Mai angekündigt, HBO Max und Paramount+ nach Abschluss der Übernahme zu einem gemeinsamen Streaming-Dienst zusammenzuführen. Zusammen kämen beide Plattformen auf rund 200 Millionen Abonnenten weltweit — Paramount+ allein zählt aktuell etwa 81 Millionen. Die Marke HBO soll dabei nach Ellisons Worten erhalten bleiben.

Mit der britischen Freigabe ist ein weiteres von zunehmend wenigen offenen Verfahren erledigt. Der entscheidende Termin bleibt jedoch der Prozess gegen die klagenden US-Bundesstaaten im März, der über den endgültigen Abschluss der Transaktion entscheiden dürfte.

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