Palo Alto Networks-Aktie: Übernahme besiegelt!

Palo Alto Networks hat die Akquisition von CyberArk finalisiert und setzt damit strategisch auf die Absicherung von Maschinen- und KI-Identitäten. Analysten passen ihre Kursziele an.

Auf einen Blick:
  • Offizieller Abschluss der CyberArk-Übernahme
  • Strategische Ausrichtung auf Identitätssicherheit
  • Geplantes Zweitlisting an der Börse Tel Aviv
  • Analysten senken vor Quartalszahlen Kursziele

Palo Alto Networks hat die Integration von CyberArk offiziell abgeschlossen. Mit diesem Schritt rückt die Identitätssicherheit ins Zentrum der Konzernstrategie, um neben Netzwerk- und Cloud-Lösungen ein drittes stabiles Standbein zu festigen. Anleger blicken nun auf die Synergien der Fusion, während Analysten ihre Kursziele im Vorfeld der nächsten Quartalszahlen neu kalibrieren.

Fokus auf digitale Identitäten

Die Übernahme adressiert eine zentrale Herausforderung moderner IT-Infrastrukturen: die Absicherung von Identitäten im Zeitalter der Künstlichen Intelligenz. Warum ist dieser Fokus für das Unternehmen so entscheidend? Laut Management-Angaben übertreffen Maschinen-Identitäten die Zahl der menschlichen Nutzer mittlerweile um das 80-fache. Die CyberArk-Technologie soll es ermöglichen, menschliche Nutzer, Maschinen und KI-Agenten auf einer einheitlichen Plattform abzusichern.

CyberArk wurde im Zuge der Transaktion eine hundertprozentige Tochtergesellschaft, der Handel der Aktie an der Nasdaq wurde eingestellt.

Zweitlisting in Tel Aviv geplant

Parallel zum Abschluss der Übernahme plant Palo Alto Networks ein Zweitlisting an der Börse in Tel Aviv (TASE). Das Unternehmen beabsichtigt, dort unter dem Tickersymbol „CYBR“ zu handeln – dem Kürzel, das historisch von CyberArk genutzt wurde.

Sollte dieser Schritt vollzogen werden, stiege der Konzern zum nach Marktkapitalisierung wertvollsten an der TASE gelisteten Unternehmen auf. Damit würde Palo Alto lokale Größen wie Teva Pharmaceuticals oder die großen israelischen Banken überholen. Der Standort Israel spielt für den Konzern bereits heute eine zentrale Rolle; rund 1.600 Mitarbeiter sind dort in der Forschung und Entwicklung tätig.

Analysten korrigieren Kursziele

Trotz der strategischen Expansion zeigten sich einige Analysten zuletzt vorsichtiger. RBC Capital senkte gestern das Kursziel für die Aktie von 250 auf 220 US-Dollar, behielt die Einstufung „Outperform“ jedoch bei. Auch das Analysehaus Stifel korrigierte seine Erwartungen in dieser Woche nach unten und taxiert das Ziel nun auf 200 US-Dollar.

Marktbeobachter interpretieren diese Anpassungen als vorsichtige Positionierung vor den anstehenden Geschäftszahlen. Konkrete Daten zum Geschäftsverlauf liefert das Unternehmen am kommenden Dienstag, den 17. Februar. Dann veröffentlicht Palo Alto Networks nach US-Börsenschluss die Finanzergebnisse für das zweite Quartal des Geschäftsjahres 2026.

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