Die Palo Alto-Aktie kämpft weiter mit viel Gegenwind. Am Mittwoch brach der Kurs des Cybersecurity-Unternehmens um bis zu 10 Prozent und reagierte damit auf eine Senkung der Gewinnprognose im laufenden Geschäftsjahr.
Umsatz und Gewinn steigen
In den drei Monaten bis Ende Januar, dem zweiten Quartal des bis Juli laufenden Geschäftsjahres, stieg der Umsatz um 15 Prozent auf 2,59 Milliarden Dollar. Das entsprach den Marktschätzungen. Der bereinigte Gewinn je Aktie verbesserte sich um 27 Prozent auf 1,03 Dollar und übertraf damit den Marktonsens von 0,94 Dollar.
Palo Alto Networks Aktie Chart
Aufgrund von höheren Kosten rechnet das Unternehmen für das Gesamtjahr aber nur noch mit einem bereinigten Gewinn je Aktie zwischen 3,65 und 3,70 Dollar. Bislang war Palo Alto noch von EPS in Höhe von 3,80 bis 3,90 Dollar ausgegangen. Die Jahresumsatzprognose wurde dagegen von 10,50 bis 10,54 Milliarden Dollar auf 11,28 bis 11,31 Milliarden Dollar angehoben.
Weiter auf Shopping-Tour
Um seine KI-Fähigkeiten zu verbessern, nimmt Palo Alto sehr viel Geld in die Hand. Im vergangenen Juli wurde die Firma CyberArk Software für rund 25 Milliarden Dollar gekauft, im November folgte die Übernahme von Chronosphere für 3,35 Milliarden Dollar. Nun gab das Unternehmen bekannt, das israelische Cybersecurity-Startup Koi übernehmen zu wollen.
Wie geht es für die Palo Alto-Aktie weiter?
Am Markt scheint die Shopping-Tour nicht besonders gut anzukommen. Die Aktie hat seit den Oktober-Tops fast ein Drittel an Wert eingebüßt und bei 140/150 Dollar nun ein kritisches Unterstützungsniveau erreicht. Im Fokus steht dabei auch die 200-Wochen-Linie (SMA200) bei 143,53 Dollar.
Auf diesem Niveau ergeben sich gute Möglichkeiten für eine Bodenbildung. Ein Fall darunter wäre dagegen klar bärisch zu werten und könnte Anschlussverkäufe in den Bereich um 130 Dollar und weiter in Richtung 107/100 Dollar auslösen.
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