Erstmals in der Firmengeschichte verdient Palantir in den USA mehr mit Unternehmen als mit der Regierung. Das ist der Kern der Quartalszahlen, die den Konzern nachbörslich um 4,9 Prozent auf 187,00 Dollar steigen ließen. Die Anhebung der Jahresziele liefert zusätzlichen Rückenwind.
Kommerzielles Geschäft zieht davon
Der US-Umsatz mit Firmenkunden sprang um 148 Prozent auf 984 Millionen Dollar. Analysten hatten mit rund 937 Millionen gerechnet. Das Regierungsgeschäft in den USA wuchs mit 96 Prozent auf 953 Millionen Dollar ebenfalls kräftig, fiel aber hinter das kommerzielle Segment zurück. Binnen zwei Jahren hat sich der kommerzielle US-Umsatz mehr als verfünffacht.
Treiber ist die Nachfrage nach den KI-Werkzeugen des Konzerns. Unternehmen setzen die Plattformen ein, um eigene Prozesse zu digitalisieren.
Der Gesamtumsatz lag bei 2,31 Milliarden Dollar, erwartet worden waren 2,17 Milliarden. Der bereinigte Gewinn je Aktie erreichte 44 Cent statt der prognostizierten 41 Cent. Der Nettogewinn verdoppelte sich auf 1,13 Milliarden Dollar.
Marge und Kasse überzeugen
Auch die Profitabilität übertraf die Erwartungen. Der bereinigte operative Gewinn kletterte auf 1,43 Milliarden Dollar, die bereinigte Marge auf 62 Prozent. Der Markt hatte mit 60,3 Prozent kalkuliert.
Die liquiden Mittel stiegen auf 3,62 Milliarden Dollar, deutlich mehr als die erwarteten 2,88 Milliarden. Damit verfügt Palantir über reichlich Spielraum, ohne Fremdkapital zu wachsen.
Ausblick deutlich angehoben
Das Management erhöht die Jahresziele spürbar. Für 2026 peilt Palantir nun rund 8,53 Milliarden Dollar Umsatz an, zuvor standen gut 8,15 Milliarden im Raum. Der bereinigte operative Gewinn soll bei 5,25 Milliarden Dollar liegen, bisher waren es 4,79 Milliarden.
Im kommerziellen US-Geschäft erwartet der Konzern jetzt mehr als 3,56 Milliarden Dollar, nach zuletzt 3,42 Milliarden. Für das vierte Quartal stellt Palantir rund 2,65 Milliarden Dollar Umsatz in Aussicht. Die Analysten hatten bislang 2,46 Milliarden eingeplant.
Ob der nachbörsliche Aufschlag hält, zeigt sich am Dienstag zum Handelsstart an der Wall Street. Mit dem Umsatzziel von 2,65 Milliarden Dollar für das Schlussquartal hat das Management die Messlatte für die nächste Zahlenrunde klar gesetzt.
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