Mit einem Minus von vier Prozent gehört die Palantir-Aktie am Dienstag zu den großen Verlierern unter den US-Technologiewerten. Was steckt hinter der schlechten Performance des Datenanalysespezialisten?
Widerstand in London
Auslöser des heutigen Kursrückgangs der Palantir-Aktie ist der zunehmende Widerstand im britischen Parlament gegen die Zusammenarbeit mit dem US-Datenverarbeiter. Hintergrund der Kontroverse ist ein Vertrag der britischen Finanzmarktaufsicht FCA mit Palantir. Dieser gibt dem US-Unternehmen Zugriff auf umfangreiche Datensätze zur Analyse von Kriminalität im Finanzwesen.
Abgeordnete der Green Party und der Liberal Democrats sehen darin einen schweren Fehler, weil sie befürchten, Palantir könnte die Daten missbräuchlich verwenden. Die Integration der Systeme der FCA in die Datenbanken von Palantir könnte nach Meinung vieler Parlamentarier zu langfristigen Abhängigkeiten führen, die sich rückwirkend nur schwer auflösen lassen. Sie fordern deshalb einen sofortigen Stopp des Vertrages.
Die FCA verteidigt das Projekt jedoch als Notwendigkeit zur effektiven Bekämpfung von Finanzkriminalität. Sie ist der Auffassung, dass nur durch den Einsatz modernster Datenanalysemethoden kriminelle Machenschaften im Finanzsektor aufgedeckt werden können. Laut Aussage der Aufsichtsbehörde fungiere Palantir lediglich aus Auftragsverarbeiter, der auf Anweisung der Behörden agiere. Die Datenhoheit verbleibt bei den Behörden in Großbritannien.
Nichts Neues
Die Vorwürfe gegen Palantir sind nicht neu und vor allem in Europa weit verbreitet. Dem Geschäftserfolg des US-Datenanalysespezialisten haben sie bislang keinen Abbruch getan. Die Palantir-Aktie dürfte den heutigen Rückschlag schnell verdauen.
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