Palantir-Aktie: Nochmal?

Die Polizei in Nordrhein-Westfalen sucht einen Nachfolger für die Palantir-Software, ist aber mit deren Leistung zufrieden. Der Vertrag läuft im Oktober aus, und KI könnte in der neuen Ausschreibung eine Rolle spielen.

Auf einen Blick:
  • Polizei NRW sucht Nachfolger für Palantir-System
  • Vertrag mit dem US-Konzern läuft im Oktober aus
  • Software half bei Ermittlungen mit großen Datenmengen
  • Neue Ausschreibung könnte KI-Einsatz ermöglichen

Trotz viel Kritik und dem Vorwurf, dass die Polizei in NRW sich eine „Datenkrake“ ins Haus holen würde, setzt man dort auf ein Programm von Palantir zur datenbankübergreifenden Analyse und Recherche. Der entsprechende Vertrag läuft allerdings im Oktober aus und mit Blick auf die Geopolitik könnten Vorbehalte gegenüber US-Konzernen in derart empfindlichen Bereichen größer werden.

Wie die „SZ“ berichtet, ist die Polizei in NRW bereits auf der Suche nach einem Nachfolger. Eine entsprechende Ausschreibung wurde wohl bereits auf den Weg gebracht. Theoretisch könnte sich daran auch Palantir wieder beteiligen, wie ein Sprecher des Innenministeriums mitteilen ließ. Ob daran auch Interesse besteht, ist jedoch nicht überliefert.

Palantir stellt die Polizei zufrieden

Mit den bisherigen Erfahrungen scheint die Polizei in NRW durchaus zufrieden zu sein. So habe die Software von Palantir besonders dabei geholfen, in Fällen mit massenhaften Daten zu Erfolgen zu kommen. Als Beispiel wird dafür genannt, Pädokriminellen auf die Spur zu kommen.

Mit der nächsten Ausschreibung könnten sich ganz neue Türen öffnen, denn erstmals wird der Einsatz Künstlicher Intelligenz nicht untersagt. Da hätte wohl auch Palantir einiges zu bieten, wenngleich der Einsatz nur eingeschränkt erfolgen dürfte. Schon jetzt verzichtet man in NRW auf eine Fernwartung und der Betrieb erfolgt in einem Hochsicherheitsrechenzentrum.

Neue Erfolge können nicht schaden

Palantir Aktie Chart

Für Palantir als Ganzes mag ein neuerlicher Vertrag mit der Polizei in NRW eine eher überschaubare Angelegenheit sein. Es wäre aber ein wichtiger Beleg dafür, dass der US-Konzern in Europa endlich besser Fuß fassen kann. Bisher tut man sich damit noch eher schwer. Unter anderem verzichtete die Schweiz öffentlichkeitswirksam auf den Einsatz, nachdem die eigene Armee neben Vorzügen auch eklatante Risiken herausarbeitete.

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