Palantir Aktie: Knox öffnet Bundescloud

Symbolbild, KI-generiert

Die Partnerschaft verbindet Palantirs akkreditierte Infrastruktur mit Knox’ beschleunigtem FedRAMP-Zulassungsweg; finanzielle Details fehlen.

Auf einen Blick:
  • Knox kündigt Zusammenarbeit mit Palantir an
  • FedRAMP-Zulassung in höchstens 90 Tagen
  • Knox betreut über 100 Bundesanwendungen
  • Partner nennen weder Kosten noch Starttermin

Palantir bekommt einen neuen Partner für das Geschäft mit US-Behörden und Militär. Knox Systems, Anbieter verwalteter Cloud-Dienste für Bundesbehörden und das Department of War, hat heute eine Zusammenarbeit angekündigt. Sie zielt auf Kunden mit kritischen Aufgaben in den Sicherheitsumgebungen FedRAMP und IL5.

Schneller zur Behördenzulassung

Der Kern der Idee: Software-Anbieter sollen den Zugang zum Staatsmarkt deutlich schneller finden. Palantir bringt dafür seine akkreditierte Infrastruktur mit, auf der bereits andere Softwarehäuser für Bundeskunden bereitgestellt haben. Knox steuert einen beschleunigten Weg zur FedRAMP-Zulassung bei, der nach eigenen Angaben 90 Tage oder weniger dauert.

Gerade die Zulassung gilt in der Behörden-IT als größter Engpass. Knox betreut nach eigenen Angaben schon mehr als 100 KI- und Unternehmensanwendungen in Bundesumgebungen, darunter Adobe, Sierra und Armis.

Palantir will Tempo machen

Kevin Kawasaki, bei Palantir für Business Development verantwortlich, sprach von der „nächsten Welle“ dieser Bemühungen. Das Unternehmen wolle nicht nur die eigene Software, sondern auch andere geschäftskritische Anwendungen schnell und sicher zu Militär und Regierung bringen. Knox-Chefin Irina Denisenko kündigte an, die gemeinsamen Anstrengungen nun auszuweiten.

Finanzielle Details nannten die Partner nicht. Ein unmittelbarer Umsatzbeitrag lässt sich daher kaum beziffern. Strategisch passt der Schritt allerdings zum Kurs von Palantir: Das Unternehmen positioniert sich nicht nur als Softwarelieferant, sondern als Plattform, über die auch Dritte den Staatsmarkt erreichen.

An der Nasdaq legte die Aktie zuletzt um rund 2,7 Prozent auf 190,72 Dollar zu. Konkrete Meilensteine oder Starttermine für die Kooperation nannten die Partner bislang nicht. Messbar wird der Nutzen erst, wenn erste Anbieter den Weg über Palantirs Infrastruktur und Knox‘ Zulassungsverfahren tatsächlich gehen.

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