Palantir-Aktie: Klage gegen die Republik!

Der US-Softwarekonzern Palantir zieht gegen eine Schweizer Zeitung vor Gericht und fordert eine Gegendarstellung zu einem kritischen Bericht über seine umstrittenen Geschäfte in Europa.

Auf einen Blick:
  • Klage wegen Recherche zu Geschäften in der Schweiz
  • Software wird bei US-Behörden wie ICE eingesetzt
  • Schweizer Armeestab sah hohes Datenrisiko
  • Aktie verliert im laufenden Jahr an Wert

Bereits Anfang Dezember veröffentliche das Schweizer Medium „Republik“ eine umfangreiche Recherche zu Palantir, die in Zusammenarbeit mit dem Recherchekollektiv WAV geschah. Darin beschäftigte man sich damit, wie der US-Konzern über Jahre hinweg versuchte, seine umstrittene Software auch in der Schweiz abzusetzen.

Die Produkte von Palantir kommen bereits in diversen Behörden zum Einsatz, darunter auch die Einwanderungsbehörde ICE, welche mithilfe der Software Jagd auf Migranten macht und dabei keinerlei Rücksicht walten lässt. Die Schweiz hat sich mit dem Thema wohl beschäftigt. Der Armeestab kam aber zu dem Schluss, dass das Risiko einer Weitergabe von Daten an die US-Regierung zu hoch sei.

Palantir zieht vor Gericht

Genau diese Darstellung will Palantir offenbar nicht einfach stehenlassen. Denn wie die „Republik“ kürzlich berichtete, legte der Konzern nun Klage auf eine Gegendarstellung ein. Daraus lässt sich allerdings noch nicht ableiten, wie richtig oder falsch die bisherige Berichterstattung war.

Das Einklagen einer Gegendarstellung steht zunächst jedem frei, auch einem Unternehmen wie Palantir. Gleichwohl beteuert die Republik, sich bei ihren Recherchen an journalistische Standards gehalten zu haben. Mancher Beobachter sieht im überraschend scharfen Vorgehen von Palantirs den Versuch, die eigene Reputation in Europa noch irgendwie zu verteidigen. Es liegt die Vermutung nahe, dass getroffene Hunde mithin am lautesten bellen.

Umstrittene Software

Palantir Aktie Chart

Wer nun im Recht sein mag und wer nicht, darüber kann und soll an dieser Stelle nicht geurteilt werden. Bekannt ist aber, dass Palantir seine Software gerne häufiger auch in Europa verkaufen würde. Doch die Warnungen vor Risiken werden lauter und die jüngste Berichterstattung aus der Schweiz dürfte von Kritikern noch häufiger als Argument herangezogen werden. Das macht es nicht einfacher, Behörden und Regierungen zu überzeugen. Vielleicht auch deshalb zeigt die Palantir-Aktie sich derzeit leichter. Mit einem Schlusskurs von 131,41 US-Dollar am Freitag hat das Unternehmen im laufenden Jahr bisher um 26 Prozent an Wert verloren.

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