2025 war Palantir der unbestrittene Star der KI-Welle. Die Aktie legte mehr als 150 Prozent zu, Anleger konnten nicht genug bekommen, und die Geschichte klang makellos: Geheimdienste, Verteidigung, kommerzielle KI-Plattform. Doch 2026 läuft anders. Die Aktie ist rund 20 Prozent im Minus, hat von ihren Hochs gut 31 Prozent verloren, und die Stimmung hat sich gedreht. Nicht dramatisch, nicht panikförmig, aber spürbar.
Was hat sich verändert? Im Kern: Die Anleger stellen Fragen, die sie 2025 nicht stellen wollten.
Die Zahlen sind gut. Das Problem auch.
Palantir hat zuletzt starke Fundamentaldaten geliefert. Q4-Umsatz plus 70 Prozent gegenüber dem Vorjahr, Kundenzahl um 34 Prozent gewachsen, und die 2026er Umsatzguidance lag satte 15 Prozent über dem, was Analysten erwartet hatten. Das ist keine schwache Meldung. Das ist eigentlich ein Grund zum Feiern.
Dennoch fällt die Aktie. Denn am Markt gewinnt gerade ein anderes Narrativ: Anthropic. Der KI-Konkurrent soll auf einen jährlichen wiederkehrenden Umsatz von 30 Milliarden Dollar zusteuern, und genau das macht manchen Palantir-Investoren Sorgen. Die These: Wenn Anthropic direkt in die Unternehmensinfrastruktur eindringt, braucht niemand mehr eine Middleware-Schicht wie Palantir.
Palantir Technologies Inc. Aktie Chart
Sell, Hold, Buy, und alle haben Argumente
Die Analystengemeinde ist gespalten, und zwar ziemlich ehrlich gespalten. Louis Gerard empfiehlt den Verkauf. Seine Argumentation: Palantir entwickle sich vom hochfliegenden KI-König zum reifen Enterprise-Softwareanbieter mit massivem Gegenwind. Die Bewertung sei astronomisch, die geopolitische Rotation ein zusätzliches Risiko.
Millennial Dividends hält die Aktie und wartet ab. Erst bei rund 100 Dollar würde er einsteigen, sagt der zuständige Analyst. Bis dahin beobachtet er lieber vom Rand. Julia Ostian hingegen kauft, weil sie das Kerngeschäft für zu stark hält, als dass Wettbewerber es ernsthaft gefährden könnten. Palantirs Rolle in der US-Verteidigung und bei Regierungsbehörden sei schlicht zu tief verankert.
Drei Analysten, drei Ratings. Das ist keine Unentschlossenheit, das ist echte Unsicherheit hinsichtlich einer Aktie, die weiterhin mit einem deutlichen Aufschlag gegenüber dem Sektordurchschnitt bewertet wird.
Der „War Premium“ blättert ab
Was den Bewertungsaufschlag früher stützte, war auch das Bild von Palantir als unverzichtbarem Werkzeug in geopolitisch unsicheren Zeiten. Dieser sogenannte War Premium schwindet nun. Makroökonomischer Gegenwind, Inflationsdruck, länger werdende Deployment-Zyklen und anhaltende Insiderverkäufe tragen dazu bei, dass die Luft dünner wird.
Der Free-Cash-Flow-Yield liegt bei gerade mal 0,7 Prozent. Für eine Aktie mit dieser Bewertung ist das wenig. Sehr wenig.
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