Ein ehemaliger Palantir-Manager sorgt für neue Aufmerksamkeit rund um das Ökosystem der Datenanalyse-Firma. Surf Air Mobility, ein auf Palantir-Technologie basierender Anbieter von Flugbetriebssoftware, hat heute gleich zwei Nachrichten veröffentlicht — beide mit deutlichem Bezug zu Palantir.
Der Flugbetriebs-Softwareanbieter beruft Barrett Brown zum Präsidenten seiner Plattform SurfOS. Brown verbrachte über ein Jahrzehnt bei Palantir, von 2013 bis 2024, zuletzt als Leiter des Asien-Geschäfts. In dieser Rolle betreute er Regierungs- und Firmenkunden bei der Einführung von Palantir-Software in der Region. Sein Amtsantritt bei Surf Air Mobility ist für den 30. September 2026 angesetzt.
Zweiter Kunde für OperatorOS
Parallel zur Personalie meldet Surf Air Mobility einen neuen Handelspartner: SkyDance Air, nach eigenen Angaben der zweitgrößte Single-Fleet-Betreiber von Cirrus-Vision-Jets in Nordamerika, unterzeichnete einen Vertrag für die von Palantir-Technologie angetriebene Software OperatorOS. Es ist die zweite kommerzielle Vereinbarung dieser Art für Surf Air Mobility. SkyDance betreibt derzeit drei Flugzeuge und plant, die Flotte bis 2027 auf rund zehn Maschinen zu erweitern.
Surf Air Mobility verdient künftig einen Anteil am Umsatz aller SkyDance-Flüge, die über die Plattform abgewickelt werden. Das Unternehmen hat sich zum Ziel gesetzt, bis Ende 2026 fünf Betreiber auf OperatorOS aktiv zu haben — mit dem SkyDance-Vertrag sind es nun zwei.
Für Palantir selbst sind solche Partnerschaften kein direkter Umsatztreiber im großen Stil, sie zeigen aber, wie tief die Plattform-Technologie inzwischen in Nischenbranchen wie der privaten Luftfahrt verankert ist.
Die OperatorOS-Software wird bereits seit 2025 intern bei den Surf-Air-Fluggesellschaften Southern Airways und Mokulele Airlines eingesetzt und wurde von der US-Luftfahrtbehörde FAA als offizielles System für elektronische Signaturen und Aufzeichnungen anerkannt.
Dass ein langjähriger Palantir-Manager nun die Kommerzialisierung einer auf dieser Technologie basierenden Plattform vorantreibt, unterstreicht, wie stark das Unternehmen mittlerweile als Ausbildungsstätte für KI-gestützte Softwarestrategien in anderen Branchen wahrgenommen wird. Ob sich daraus für Surf Air Mobility weitere Verträge ergeben, dürfte sich vor dem selbst gesteckten Ziel von fünf aktiven Betreibern bis Ende des Jahres zeigen.
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