Palantir-Aktie: Bühne frei!

Die Palantir-Aktie legt zu, da die US-Regierung einen KI-Konkurrenten ausschaltet und neue Aufträge aus dem Verteidigungssektor erwartet werden.

Auf einen Blick:
  • Kursgewinne trotz allgemeiner Marktunsicherheit
  • US-Regierung stuft KI-Konkurrent als Risiko ein
  • Erwartung lukrativer Regierungsaufträge für Palantir
  • Chance auf Ersatz von Fremdtechnologie durch eigene

Des einen Leid ist bekanntlich des anderen Freud. Dieses Prinzip lässt sich aktuell bei der Aktie von Palantir beobachten, welche in der vergangenen Woche ungeachtet der angeschlagenen Marktstimmung und schwelender KI-Sorgen zulegen konnte. Allein am Freitag ging es um knapp drei Prozent auf 157,16 US-Dollar aufwärts.

Positiv wirkte sich wahrscheinlich der Irankrieg aus, da die Software von Palantir beim US-Militär eine nicht unerhebliche Rolle spielt. In Zukunft könnte die Bedeutung noch zunehmen. Denn nachdem die US-Regierung das Unternehmen Anthropic als Lieferkettenrisiko einstufte, ordnete US-Präsident Donald Trump an, dass sämtliche Bundesbehörden die Nutzung von Anthropic-Software einzustellen haben.

Kann Palantir jetzt noch mehr aufdrehen?

Dadurch entsteht natürlich eine Lücke, die es irgendwie zu füllen gilt. Konkrete Aufträge für Palantir wurden bislang zwar in diesem Zusammenhang nicht vergeben. Die Analysten stellen sich aber schon mal darauf ein, dass die Bücher sich in nächster Zeit weiter füllen werden.

Palantir Aktie Chart

Zu tun haben wir es also vor allem mit der Freude der Anleger darüber, dass im Regierungsbereich ein ernstzunehmender Kontrahent von Palantir defacto beseitigt wurde. Da hier oft besonders lukrative Aufträge warten, reagieren die Börsianer mit munteren Zukäufen. Das Timing dafür hätte angesichts der jüngsten Eskalationen auch kaum besser sein können.

Unverzichtbar

Es hat seinen Grund, dass die Börsen stark auf Palantir setzen. Vollkommen alternativlos wäre der Konzern zwar nicht. Doch kann Palantir in bestehenden Systemen das KI-Modell von Anthropic im Prinzip durch andere Anbieter ersetzen. Das würde den Umstieg vermutlich etwas leichter machen, als es beim Wechsel auf ein vollständig neues System der Fall wäre. Zudem wird die Chance erkannt, dass Palantir möglicherweise Technologie von Anthropic durch eigene Entwicklungen ersetzen könnte.

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