Otis Worldwide-Aktie: Service rettet das Quartal!

Der Aufzugsbauer übertrifft die Umsatzerwartungen dank eines boomenden Servicebereichs, während das Neuanlagengeschäft in China einbricht.

Auf einen Blick:
  • Umsatz im ersten Quartal bei 3,57 Milliarden Dollar, leicht über den Erwartungen
  • Service-Umsatz kletterte 11 Prozent auf 2,42 Milliarden Dollar
  • China-Geschäft mit neuem Equipment brach um mehr als 20 Prozent ein
  • Jahresprognose beim Umsatz leicht angehoben auf 15,1 bis 15,3 Milliarden Dollar

Wer bei Otis Worldwide nur auf die Schlagzeile schaut, sieht einen soliden Quartalsbericht: Umsatz über den Erwartungen, Jahresprognose angehoben, Aktie vorbörslich rund 3 Prozent im Plus. Wer etwas tiefer gräbt, sieht ein Unternehmen, das von einem Geschäftsbereich getragen wird, während der andere gerade in China in sich zusammenfällt.

Der Service macht die Arbeit

Im ersten Quartal erzielte Otis einen Nettoumsatz von 3,57 Milliarden Dollar, ein Plus von 6 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Analysten hatten im Schnitt mit 3,51 Milliarden gerechnet. Das Ergebnis je Aktie auf bereinigter Basis lag bei 0,89 Dollar, einen Cent unter der Konsensschätzung von 0,90 Dollar. Der Nettogewinn sprang von 243 Millionen auf 340 Millionen Dollar.

Den Löwenanteil der guten Zahlen lieferte das Service-Geschäft: 2,42 Milliarden Dollar Umsatz, ein Anstieg von 11 Prozent. Reparaturumsätze legten sogar 16 Prozent zu. Modernisierungsaufträge stiegen um 11 Prozent auf konstanter Währungsbasis, der Modernisierungsauftragsbestand wuchs um 30 Prozent. Das ist das margenstarke Geschäft, auf das Otis seit Jahren setzt, und es funktioniert.

Otis Worldwide Corporation Aktie Chart

China fällt durch

Das Neuanlagengeschäft hingegen ist eine andere Geschichte. Umsatz hier: 1,15 Milliarden Dollar, ein Rückgang von 1 Prozent. In China brach der Neuanlagenverkauf um mehr als 20 Prozent ein, auch der Rest der Asia-Pacific-Region zog nach unten. Amerika und EMEA konnten das teilweise auffangen, aber eben nur teilweise.

Neue Anlagenaufträge stiegen konzernweit um magere 1 Prozent auf konstanter Währungsbasis, der Auftragsbestand um 3 Prozent. Für einen Hersteller, der stark vom Neubaumarkt abhängt, ist das kein Wachstumstreiber.

CEO Marks sieht Rückenwind

Judy Marks, Chairwoman, CEO und Präsidentin von Otis, sprach in der Mitteilung von einem soliden Quartal und verwies auf wachsenden Auftragsbestand, Preismaßnahmen und disziplinierte Umsetzung als Grundlage für Zuversicht im weiteren Jahresverlauf. Die Jahresprognose wurde demnach leicht angehoben: Otis erwartet nun Nettoumsätze von 15,1 bis 15,3 Milliarden Dollar, verglichen mit zuvor 15,0 bis 15,3 Milliarden. Beim bereinigten Gewinn je Aktie peilt das Unternehmen 4,20 bis 4,24 Dollar an, Analysten hatten 4,24 Dollar erwartet.

Das obere Ende der Spanne trifft die Erwartungen also exakt. Das untere Ende nicht. Otis liefert verlässlich, aber eben gerade so.

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