Ørsted bekommt nach dem Abschluss seines Verkäufe-Programms und der Rückkehr in die Gewinnzone wieder mehr Rückenwind von Analysten. Diese Woche hat Berenberg das Kursziel deutlich angehoben. Doch was steckt konkret hinter dem Optimismus?
Berenberg hebt Kursziel an
Berenberg erhöht das Kursziel für Ørsted von 140 auf 180 dänische Kronen und bestätigt die Kaufempfehlung. Die Anpassung wurde gestern gemeldet und spiegelt laut Bank ein gestiegenes Vertrauen in die Fortschritte der laufenden Neuausrichtung wider.
Zudem wurde Ørsted von Berenberg unter den bevorzugten Versorger-Werten genannt – ein Hinweis darauf, dass der Sektor Offshore-Wind wieder stärker in den Blick rückt.
Orsted Aktie Chart
Zahlen 2025: Zurück in den schwarzen Zahlen
Die Basis für die Neubewertung lieferten die Gesamtjahreszahlen 2025, die Anfang Februar veröffentlicht wurden. Das EBITDA (bereinigt um neue Partnerschaftsvereinbarungen und Stornogebühren) lag mit 25,1 Mrd. Kronen innerhalb der Prognosespanne von 24 bis 27 Mrd. Kronen. Unter dem Strich erzielte Ørsted einen Jahresgewinn von 3,2 Mrd. Kronen – nach einem Verlustjahr 2024 ein klarer Wechsel zurück in die Profitabilität.
Im Offshore-Bereich fiel der Wind schwächer aus als im Vorjahr. Trotzdem stieg das Ergebnis der Offshore-Anlagen auf 24,3 Mrd. Kronen, rund 0,5 Mrd. Kronen mehr. Treiber waren laut Unternehmen unter anderem eine höhere Verfügbarkeit, der Hochlauf bei Gode Wind 3 sowie Ausgleichszahlungen wegen einer Netzverzögerung beim Projekt Borkum Riffgrund 3 in Deutschland.
Für 2026 stellt Ørsted beim EBITDA (ebenfalls bereinigt um neue Partnerschaften und Stornogebühren) mehr als 28 Mrd. Kronen in Aussicht. Die Bruttoinvestitionen sollen bei 50 bis 55 Mrd. Kronen liegen. Zusätzlich kündigte der Konzern an, 2026 wieder Kapital an Investoren zurückgeben zu wollen – erstmals seit 2023.
Verkäufe schneller abgeschlossen – US-Projekte mit juristischen Fortschritten
Ein zentraler Baustein der Strategie war das Desinvestitionsprogramm, das früher als geplant abgeschlossen wurde. Ørsted vereinbarte mit Copenhagen Infrastructure Partners (CIP) den Verkauf des gesamten europäischen Onshore-Geschäfts. Der Transaktionswert liegt bei 1,44 Mrd. Euro (10,7 Mrd. Kronen). Der Abschluss wird im zweiten Quartal 2026 erwartet, vorbehaltlich behördlicher Genehmigungen.
In Summe unterzeichnete Ørsted in den Jahren 2025 bis 2026 Transaktionen mit Erlösen von rund 46 Mrd. Kronen. Damit übertraf der Konzern sein Ziel von mehr als 35 Mrd. Kronen für diesen Zeitraum. Zusätzlich stärkte eine Bezugsrechtsemission die Kapitalstruktur.
Auch in den USA gab es wichtige juristische Entwicklungen. Für Revolution Wind und Sunrise Wind erließ die zuständige Behörde BOEM Ende Dezember Aussetzungsanordnungen. Beide Projektgesellschaften gingen gerichtlich dagegen vor und erhielten vom US-Bezirksgericht in Washington, D.C. im Januar bzw. Anfang Februar einstweilige Verfügungen. In der Folge nahmen beide Projekte betroffene Arbeiten wieder auf, während die Verfahren weiterlaufen.
Bis gestern stieg die Aktie seit Jahresbeginn laut Artikel um rund 17,1% auf 155,05 Kronen. Der nächste konkrete Meilenstein wird der erwartete Abschluss des Verkaufs des europäischen Onshore-Geschäfts im zweiten Quartal 2026 sein – zusammen mit der Prognose für 2026 und der angekündigten Rückkehr zu Kapitalrückflüssen an Investoren.
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