Orsted blickt zwar noch immer auf viel Wachstum bei seinen Offshore-Windanlagen, ist jedoch in der jüngeren Vergangenheit auch zuweilen unter Druck geraten. Dafür haben unter anderem Aktivitäten der US-Regierung unter Donald Trump gesorgt. Gegen diverse verhängt Baustopps mussten die Dänen vor Gericht ziehen.
Dabei konnten zwar Erfolge erzielt werden, doch Kosten sowie Verzögerungen sind dennoch entstanden. Dazu kommen auch in Europa Probleme. Steigende Kosten, insbesondere in Deutschland, haben das Wachstum etwas ausgebremst. In der Folge stieg der Finanzbedarf, was zu einer massiven Kapitalerhöhung führte.
Orsted konzentriert sich aufs Wesentliche
Noch immer hat Orsted einen nicht zu unterschätzenden Kapitalbedarf. Sichergestellt werden soll jener nun wohl auch über Verkäufe. Bereits zu Jahresbeginn stellte das dänische Unternehmen seine Onshore-Sparte zum Verkauf. Vor wenigen Tagen wurde nun gemeldet, dass sich dafür mit dem Investor Copenhagen Infrastructure Partners auch ein Käufer gefunden hat.
1,4 Milliarden Euro sollen für Anlagen fließen, deren Gesamtleistung sich auf mehr als 800 Megawatt beläuft. Zum Teil sind die Windanlagen bereits im Betrieb, einige befinden sich aber noch im Bau. Orsted will sich in Zukunft voll und ganz auf das lukrativere Offshore-Geschäft konzentrieren. Das kommt an den Märkten nicht schlecht an. Insbesondere das Ausbleiben einer weiteren Verwässerung dürfte die Aktionäre erfreuen.
Auf dem richtigen Weg
Orsted Aktie Chart
Die Orsted-Aktie zeichnet im Kurs weiterhin eine Kurve nach oben, trotz der zahlreichen Rückschläge aus den letzten Monaten. Ganz verdaut werden konnte der Kurseinbruch aus dem Sommer zwar noch nicht. Doch geht es nun schon seit mehr als einem halben Jahr recht verlässlich in Richtung Norden. Der Kurs landete zum Wochenende bei 146,75 dänischen Kronen und damit knapp 30 Prozent über dem Kursstand von vor sechs Monaten.
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