Die Ørsted-Aktie gerät im US-Geschäft erneut unter Druck. Revolution Wind, ein Joint Venture des dänischen Windkraftkonzerns mit Skyborn Renewables (Global Infrastructure Partners), geht juristisch gegen die Aussetzung einer Offshore-Lizenz vor. Beide Partner halten jeweils 50 Prozent an dem Gemeinschaftsunternehmen.
Die Klage richtet sich gegen eine Entscheidung der US-Behörden, die Genehmigung für das Offshore-Windprojekt zu suspendieren. Für Ørsted kommt die Eskalation zu einem ungünstigen Zeitpunkt, nachdem der Konzern im amerikanischen Markt bereits mehrfach mit regulatorischen Hürden und steigenden Kosten konfrontiert war.
Rechtsstreit verschärft die Risiken in den USA
Der Schritt vor Gericht verdeutlicht, wie anspruchsvoll die Entwicklung von Offshore-Windprojekten in den Vereinigten Staaten ist. Zwar unterstützt die Biden-Regierung den Ausbau erneuerbarer Energien grundsätzlich, doch auf regionaler Ebene und innerhalb der Behörden kommt es immer wieder zu Widerständen. Die Lizenz-Aussetzung droht den Zeitplan des Projekts spürbar zu verschieben.
Ørsted hat in den vergangenen Jahren Milliarden in den Aufbau seines US-Geschäfts investiert. Rückschläge wie dieser schüren Zweifel an der Kalkulierbarkeit und Rentabilität der Strategie. Bereits zuvor musste das Unternehmen einzelne Vorhaben in den USA wegen veränderter Kostenstrukturen und schwieriger Rahmenbedingungen anpassen oder aufgeben.
Ausgang und Folgen bleiben offen
Wie lange das Verfahren dauern wird und welche Konsequenzen sich für Finanzierung und Umsetzung ergeben könnten, ist derzeit unklar. Mit der Klage dürfte Revolution Wind darauf zielen, die Suspendierung der Lizenz möglichst rasch aufheben zu lassen. Welche konkreten Gründe die Behörden zu ihrer Entscheidung bewogen haben, geht aus den vorliegenden Informationen nicht hervor.
Für Anleger rückt damit erneut die Frage in den Vordergrund, wie widerstandsfähig Ørsteds Geschäftsmodell in einem zunehmend komplexen regulatorischen Umfeld ist. Der US-Markt bleibt strategisch bedeutsam – zugleich zeigen solche Auseinandersetzungen, wie groß die Ausführungsrisiken dort sein können.
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