Orsted Aktie: 27 Prozent Wachstum in der Offshore-Produktion

Orsted steigert operatives Ergebnis um elf Prozent, baut Stellen ab und setzt auf Offshore-Wind. Die Aktie erholt sich leicht.

Auf einen Blick:
  • Operatives Ergebnis steigt um elf Prozent
  • Fokus auf Offshore-Wind als Kernstrategie
  • Stellenabbau von rund 2.000 Positionen
  • Aktie legt seit Jahresbeginn 30 Prozent zu

Orsted-Chef Rasmus Errboe hat in Paris die Karten auf den Tisch gelegt. Nach einer Phase schwerer Turbulenzen setzt der dänische Windriese nun alles auf eine Karte: die Fokussierung auf das Kerngeschäft Offshore. Die Strategie scheint erste Früchte zu tragen.

Das operative Ergebnis (EBITDA) kletterte im ersten Quartal um elf Prozent auf 9,5 Milliarden Dänische Kronen. Vor allem die Stromproduktion auf See trieb das Wachstum an. Sie legte um 27 Prozent zu. Neue Großprojekte wie Borkum Riffgrund 3 in Deutschland stützten dieses Ergebnis maßgeblich.

Trotz der operativen Zuwächse blieb der Nettogewinn mit 2,6 Milliarden Kronen verhalten. Abschreibungen auf US-Windparks und steuerliche Effekte belasteten das Ergebnis. Höhere Zinsen erschweren das Geschäft in Übersee weiterhin.

Expansion in Polen und den USA

Aktuell baut Orsted weltweit Anlagen mit einer Gesamtkapazität von 8,1 Gigawatt. In Polen entsteht mit Baltica 2 der künftig größte Windpark des Landes. Parallel dazu meldet der Konzern Fortschritte in den USA. Das Projekt Revolution Wind liefert bereits ersten Strom nach Neuengland.

Um die Profitabilität zu sichern, verordnet das Management dem Konzern eine Rosskur. Bis Ende 2027 fallen weltweit rund 2.000 Stellen weg. Die Organisation soll schlanker werden. Parallel dazu stärkte eine Kapitalerhöhung über 60 Milliarden Kronen die Bilanz.

Erholung an der Börse

An der Börse spiegelt sich die operative Stabilisierung bereits vorsichtig wider. Seit Jahresbeginn legte die Aktie um rund 30 Prozent zu. Auf Jahressicht notiert das Papier allerdings noch immer knapp 38 Prozent im Minus.

Für das Gesamtjahr 2026 peilt Orsted ein EBITDA von mehr als 28 Milliarden Kronen an. Der Vorstand hält damit an seinen bisherigen Prognosen fest. Bis 2027 soll das operative Ergebnis auf über 32 Milliarden Kronen steigen. Der Konzern will dieses Wachstum vorrangig aus dem eigenen Cashflow finanzieren.

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