Oric Pharmaceuticals: Kurs bricht nach J&J-Studiendaten ein

Symbolbild, KI-generiert

Oric meldet Ansprechraten von 84 und 70 Prozent für Enozertinib und plant den Start einer Phase-3-Studie 2027.

Auf einen Blick:
  • Oric-Aktie verliert 26 Prozent
  • Johnson & Johnson meldet 75 Prozent Tumoransprechen
  • Enozertinib erzielt 84 Prozent systemische Ansprechrate
  • Phase-3-Studienstart für 2027 geplant

Oric Pharmaceuticals verliert heute 26% auf 8,75 € im Umfeld neuer Studiendaten eines Wettbewerbers. Medienberichten zufolge stand der Abverkauf im Zusammenhang mit Ergebnissen von Johnson & Johnson zum Prostatakrebs-Wirkstoff JNJ-6143. Johnson & Johnson meldete eine Tumoransprechrate von 75% bei Patienten mit messbarer Erkrankung; die Ergebnisse stammen aus einer Phase-1-Studie und wurden auf dem ESMO-Kongress vorgestellt.

Enozertinib soll in die nächste Studienphase gehen

Oric selbst hatte am Freitag aktualisierte Phase-1b-Daten zu Enozertinib veröffentlicht. Untersucht wurde der Wirkstoff in der Erstlinienbehandlung von nicht-kleinzelligem Lungenkrebs mit atypischen EGFR-Mutationen.

Nach Unternehmensangaben erreichte Enozertinib eine durch die Prüfärzte bestätigte systemische Ansprechrate von 84%. Die ebenfalls durch die Prüfärzte bestätigte intrakranielle Ansprechrate lag bei 70%.

Für das progressionsfreie Überleben meldete Oric zum Sechsmonatszeitpunkt eine Rate von 88%. Das Unternehmen plant, die globale Phase-3-Studie Redwood-1 im ersten Halbjahr 2027 zu starten.

Oric dokumentierte die Ergebnisse und den geplanten nächsten Entwicklungsschritt auch in einer Pflichtmitteilung an die US-Börsenaufsicht SEC. Zu den darin genannten Datenstichtagen gehört der 4. September.

Rinzimetostat bleibt ein weiterer Entwicklungsschwerpunkt

Ebenfalls am Freitag präsentierte Oric auf dem ESMO-Kongress präklinische und translationale Ergebnisse zu Rinzimetostat bei Prostatakrebs. Nach Darstellung des Unternehmens stützen die Befunde die Entwicklung des Wirkstoffs zusammen mit einer Hemmung des Androgenrezeptors.

Oric beschrieb dabei das Potenzial, die Wirkung dieser Rezeptorhemmung zu verstärken. Die Befunde unterstützen nach Unternehmensangaben auch die Entwicklung in der bereits laufenden Phase-3-Studie Himalayas-1.

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