An der Börse wird schon länger darüber gemunkelt, dass Oracle seine massiven Investitionen in KI-Rechenzentren irgendwie auch wieder hereinholen muss. Eine aktualisierte Dokumentation beim Typ „Immer kostenlos“ der Oracle-Cloud ließe sich nun so interpretieren, dass die Zügel bereits etwas angezogen werden.
Bei dem beliebten Modell konnten Nutzer bisher kostenfrei Compute-Instanzen mit ARM-Prozessoren betreiben. Zur Verfügugn standen 4 OCPUs, denen 24 GB Arbeitsspeicher beistanden. Nun hat Oracle dies, ohne große Ankündigung, mal eben auf 2 OCPUs und 12 GB Arbeitsspeicher halbiert. Das könnte auch mit höheren Hardwarekosten zu tun haben. Eine Begründung für die Anpassung liefert Oracle letztlich aber nicht.
Das könnte teuer werden
Das Resultat des Ganzen ist, dass Nutzer des kostenfreien Angebots Gefahr laufen, dass ihre Dienste abgeschaltet werden, so keine Zahlungsmethode hinterlegt ist. Ist Letzteres der Fall, könnten hingegen die Kosten dramatisch steigen. Denn abgerechnet wird dann nach Nutzung. Für alles, was über das Gratis-Kontingent hinausgeht, gönnt sich Oracle einen entsprechenden Obulus.
Die Zeiten werden rauer und nicht nur Oracle passt seine Kostenstrukturen derzeit an. Es mag Interpretationssache sein. Es schwingt aber schon die Vermutung mit, dass der Konzern damit auf ausufernde Investitionen reagiert. Das befeuert ohnehin bestehende Sorgen der Aktionäre, sodass die Aktie letztlich unter Druck gerät. Am Mittwoch ging es um 2,6 Prozent auf 183,53 US-Dollar in Richtung Süden.
Oracle Aktie Chart
Kommt da noch was bei Oracle?
Spannend wird zu sehen sein, ob Oracle auch noch an anderer Stelle nachjustieren wird. Dass solche Schritte bei den Nutzern wenig populär sind, darüber ist das Unternehmen sich offenbar sehr bewusst. Denn ansonsten hätte die Anpassung wohl nicht derart heimlich still und leise stattgefunden. Anleger behalten die Angelegenheit im Auge. Preiserhöhungen sind nicht zwingend eine gute Neuigkeit, denn sie könnten manchen Kunden zum Weggang bewegen.
Oracle-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Oracle-Analyse vom 18. Juni liefert die Antwort:
Die neusten Oracle-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Oracle-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 18. Juni erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
