Oracle-Aktie: Trendwende?

Nach einem Kursgewinn von fünf Prozent am Freitag setzt die Oracle-Aktie auch am Montag ihre Kursanstieg fort. Darf man schon von einer Trendwende sprechen?

Auf einen Blick:
  • DA Davidson mit Kaufempfehlung für Oracle
  • Investmentbank sieht rund 25% Kurspotenzial
  • Sorgen um OpenAI als Kunde sind übertrieben

Die Oracle-Aktie gehörte in den letzten Monaten zu den ganz großen Verlierern der Technologiebranche. Aber nun deutet sich eine Trendwende an. Nachdem der Kurs des Tech-Giganten bereits am Freitag um fast fünf Prozent zulegen konnte, geht es auch am Montagvormittag um über vier Prozent bergauf. Was steckt dahinter?

Eine positive Analystenstimme

Es sind im Wesentlichen positive Stimmen von Analystenseiten, die der Oracle-Aktie wieder Aufwind geben. Die Investmentbank DA Davidson stufte das Rating des Technologiewerts von „Neutral“ auf „Kaufen“ hoch, beließ das Kursziel allerdings bei 180 US-Dollar. Das entspricht einen Upside von ca. 25 Prozent gegenüber dem Schlusskurs von letzter Woche.

Grund für den Optimismus der DA Davidson-Analysten ist die Einschätzung, dass sich OpenAI als wichtigster Neukunde von Oracle sowohl strategisch als auch finanziell stabilisieren wird. Die Investmentbanker sehen keine Gefahr, dass der KI-Modellentwickler nicht in der Lage sein wird, seine Zahlungsverpflichtungen gegenüber Oracle zu erfüllen. Damit wäre die größte Sorge der Börse vom Tisch.

Eine ganz große Wette

Ein Investment in die Oracle-Aktie ist derzeit ein ganz große Wette auf das zukünftige KI-Cloud-Geschäft des Technologieriesen. Er sitzt auf einem gewaltigen Auftragsbestand von über 500 Milliarden US-Dollar.

Aber die große Frage ist, welcher Teil dieses Auftragsbestandes in welchen Jahren umsatzwirksam wird und vor allem, wie viel Gewinn er bringt. Oracle hat sich für den Bau seiner Rechenzentren gewaltig verschuldet. Die Aufträge müssen demnach die Kapitalkosten und einen attraktiven Gewinnaufschlag erwirtschaften. Ob das gelingt, wird erst die Zukunft zeigen.

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