Die Oracle-Aktie konnte sich zuletzt fangen und ihren grundsätzlichen Aufwärtstrend trotz teils deutlicher Korrekturen bestätigen. Die Aktie umgibt aber noch immer eine gewisse Nervosität. Nicht wenige Marktakteure blicken skeptisch auf die hohen Schulden, welche für den Aufbau neuer Rechenzentren aufgenommen werden. Zu Beginn des neuen Jahres aktualisieren nun die Analysten ihre Aussichten für 2026.
Dabei ergibt sich insgesamt ein recht positives Bild. Goldman Sachs etwa ersetzte kürzlich eine neutrale Haltung durch eine Kaufempfehlung und gibt als Kursziel 240 US-Dollar aus. Hier rechnen die Experten damit, dass der Schuldenaufbau sich dem Höhepunkt nähert und die Umsätze im laufenden Jahr deutlich zulegen dürften.
Aufwärtspotenzial bei Oracle
Barclacys zeigt sich mit einem Kursziel von 310 Dollar sogar noch etwas optimistischer und bei Jefferies wird eine Kaufempfehlung sogar von einem Kursziel in Höhe von 400 Dollar begleitet. All diesen Ausblicken ist gemein, dass eine deutliche Verbesserung im Vergleich zum gestrigen Schlusskurs bei 204,68 Dollar erwartet wird.
Oracle Aktie Chart
Das lässt für den Moment aufatmen, sodass die Bullen in den letzten Tagen wieder übernehmen konnten. Richtige Euphorie will bisher aber nicht aufkommen. Es bleiben nagende Zweifel daran, ob sich Oracle mit seinen massiven Investitionsplänen langfristig wirklich einen Gefallen getan hat. Zwar befindet sich der KI-Sektor klar im Wachstum, doch hat Oracle es eben auch mit einer enorm starken Konkurrenz zu tun.
Geduldsprobe
Es steht noch der Beweis dafür aus, dass die Milliardeninvestitionen von Oracle eines Tages auch Umsätze und Gewinne in neue Höhen hieven können. Genau das wird das Unternehmen den Anteilseignern glaubhaft versichern müssen, und die Geduld der Aktionäre dürfte mit jedem neuen Tag kleiner werden. Trotz der enorm positiven Analystenkommentare bleibt es dabei, dass die Oracle-Aktie eine nicht ganz ungefährliche Angelegenheit ist.
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