Oracle Aktie: Pentagon-Vertrag bis 6,99 Milliarden Dollar

Oracle überzeugt mit Cloud-Wachstum und neuen Verträgen, doch hohe Investitionen belasten den freien Cashflow deutlich.

Auf einen Blick:
  • Google-Cloud-Deal treibt Aktienkurs
  • Pentagon-Vertrag über 3,3 Milliarden
  • UBS senkt Kursziel, hält Kaufempfehlung
  • Cloud-Erlöse steigen um 47 Prozent

Oracle hat einen turbulenten Sommer hinter sich – und meldet sich mit einer Serie handfester Geschäftserfolge zurück. Am Montag sprang die Aktie um 9,22 Prozent auf 141,85 US-Dollar, ausgelöst durch eine erweiterte Partnerschaft mit Google Cloud, mehrere neue Vertragsabschlüsse und anhaltend starke Nachfrage im KI-Geschäft. Die Rally wirkt bis heute nach: Im deutschen Handel notiert das Papier aktuell bei 127,24 Euro und legt am heutigen Freitag um 2,38 Prozent zu. Auf Wochensicht steht ein Plus von 12,96 Prozent, nachdem die Aktie zuvor monatelang unter Druck gestanden hatte.

Google Cloud, CACI und das Pentagon als Wachstumstreiber

Den Auftakt der jüngsten Nachrichtenserie machte am 30. Juli die Ausweitung der Kooperation zwischen Oracle und Alphabets Google Cloud. Die beiden Konzerne kündigten an, Googles Gemini-Sprachmodelle tiefer in Oracles Unternehmenssoftware zu integrieren – konkret in die Fusion Applications sowie in NetSuite. Für Oracle ist das ein weiterer Baustein in der Strategie, die eigene Cloud- und Anwendungslandschaft enger mit externen KI-Plattformen zu verzahnen.

Kurz darauf folgten zwei weitere Wachstumssignale. Am 23. Juli erhielt Oracle vom US-Verteidigungsministerium einen Zehnjahresvertrag im Rahmen der Enterprise Software Initiative. Der Basiswert für die ersten fünf Jahre beläuft sich auf 3,31 Milliarden US-Dollar, bei Ausübung sämtlicher Optionsjahre kann der Gesamtwert auf bis zu 6,99 Milliarden US-Dollar steigen. Am Montag kam ein weiterer Großauftrag hinzu: Der IT-Dienstleister CACI sicherte sich einen 400-Millionen-Dollar-Vertrag zur Modernisierung von HR-Systemen auf Oracle-Basis. Beide Deals unterstreichen, wie stark Oracle inzwischen im öffentlichen Sektor und bei Großkunden mit langfristigen Vertragslaufzeiten verankert ist.

UBS kappt Kursziel, hält aber an Kaufempfehlung fest

Die Analysten der UBS reagierten am Donnerstag mit einer gemischten Einschätzung auf die jüngste Entwicklung. Sie senkten ihr Kursziel für Oracle von 285 auf 245 US-Dollar, bekräftigten aber ihre Kaufempfehlung für die Aktie. Die Reduktion des Kursziels signalisiert, dass die UBS die massiven Investitionen in den Cloud-Ausbau weiterhin kritisch auf die Profitabilität anrechnet, den grundsätzlichen Wachstumskurs jedoch nicht infrage stellt. Auch bei automatisierten Bewertungsplattformen verbesserte sich am Montag die Einstufung auf eine Kaufempfehlung, was auf eine breitere Aufhellung der Stimmung rund um Oracles KI-Strategie hindeutet.

Rekordauftragsbestand trifft auf hohen Kapitalbedarf

Der Rückenwind der vergangenen Tage speist sich auch aus den Zahlen zum vierten Geschäftsquartal, die Oracle im Juni vorgelegt hatte. Der Konzern meldete einen Rekordumsatz von 19,2 Milliarden US-Dollar, ein Plus von 21 Prozent in US-Dollar, während die Cloud-Erlöse mit 9,9 Milliarden US-Dollar um 47 Prozent zulegten. Der Auftragsbestand wuchs im vierten Quartal um 85 Milliarden US-Dollar auf 638 Milliarden US-Dollar. Für das laufende Geschäftsjahr 2027 stellte Oracle einen Gewinn pro Aktie von 8,05 US-Dollar in Aussicht, ein Anstieg von 18 Prozent auf währungsbereinigter Basis, während das Unternehmen für das erste Quartal ein Umsatzwachstum zwischen 27 und 29 Prozent sowie ein Cloud-Wachstum zwischen 58 und 64 Prozent erwartet.

Diesem Wachstumstempo steht ein erheblicher Kapitalbedarf gegenüber: Der freie Cashflow fiel im Geschäftsjahr 2026 mit minus 23,7 Milliarden US-Dollar deutlich negativ aus, da Oracle massiv in den Ausbau seiner Cloud-Infrastruktur investiert. Diese Investitionslast erklärt, warum die Aktie trotz der jüngsten Erholung seit Jahresbeginn noch immer 23,44 Prozent im Minus liegt und mehr als 56 Prozent unter ihrem im September erreichten 52-Wochen-Hoch von 294,85 Euro notiert. Für Anleger bleibt damit die zentrale Frage, ob die milliardenschweren Aufträge und die KI-Partnerschaften mittelfristig ausreichen, um die hohen Investitionskosten zu rechtfertigen.

Oracle-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Oracle-Analyse vom 07. August liefert die Antwort:

Die neusten Oracle-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Oracle-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 07. August erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Oracle: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Disclaimer

Hinweis: Teile dieses Artikels wurden mithilfe Künstlicher Intelligenz erstellt und vor Veröffentlichung redaktionell geprüft. Die auf finanztrends.de angebotenen Beiträge dienen ausschließlich der Information. Die hier angebotenen Beiträge stellen zu keinem Zeitpunkt eine Kauf- beziehungsweise Verkaufsempfehlung dar. Sie sind nicht als Zusicherung von Kursentwicklungen der genannten Finanzinstrumente oder als Handlungsaufforderung zu verstehen. Der Erwerb von Wertpapieren ist risikoreich und birgt Risiken, die den Totalverlust des eingesetzten Kapitals bewirken können. Die auf finanztrends.de veröffentlichen Informationen ersetzen keine, auf individuelle Bedürfnisse ausgerichtete, fachkundige Anlageberatung. Es wird keinerlei Haftung oder Garantie für die Aktualität, Richtigkeit, Angemessenheit und Vollständigkeit der zur Verfügung gestellten Informationen sowie für Vermögensschäden übernommen. finanztrends.de hat auf die veröffentlichten Inhalte keinen Einfluss und vor Veröffentlichung sämtlicher Beiträge keine Kenntnis über Inhalt und Gegenstand dieser. Die Veröffentlichung der namentlich gekennzeichneten Beiträge erfolgt eigenverantwortlich durch Gastkommentatoren, Nachrichtenagenturen o.ä. Demzufolge kann bezüglich der Inhalte der Beiträge nicht von Anlageinteressen von finanztrends.de und/ oder seinen Mitarbeitern oder Organen zu sprechen sein. Die Gastkommentatoren, Nachrichtenagenturen usw. gehören nicht der Redaktion von finanztrends.de an. Ihre Meinungen spiegeln nicht die Meinungen und Auffassungen von finanztrends.de und deren Mitarbeitern wider. (Ausführlicher Disclaimer)