Oracle geriet am Freitag im Zuge eines breiten Ausverkaufs von KI-Infrastrukturwerten unter Druck. Medienberichten zufolge verstärkten Amazons Quartalszahlen die Sorge, dass hohe KI-Ausgaben nicht schnell genug Erträge bringen. Heute steigt die Oracle-Aktie vorbörslich um 1,3%.
Zusätzlichen Druck erzeugten demnach Äußerungen von Microsoft-Chef Satya Nadella über Cloud-Geschäfte, die von wenigen großen Kunden abhängen. Sie verschärften die Bedenken hinsichtlich der Kundenkonzentration bei Oracle.
Zahlungsüberschuss als wichtiges Finanzziel
Noch am Mittwoch hatten Oracles Finanzprognosen die Aktie und weitere KI-Cloud- und Infrastrukturwerte gestützt, berichtete Reuters. Die Ankündigungen sollten nach Angaben der Nachrichtenagentur die Sorgen um die Finanzierung des Rechenzentrumsausbaus adressieren.
Finanzchefin Hilary Maxson erklärte laut Reuters, der freie Cashflow solle im zweiten Halbjahr des Geschäftsjahres 2028 positiv werden. Für das Geschäftsjahr 2029 stellte Oracle einen freien Cashflow von mehr als 30 Milliarden $ in Aussicht.
Die Investitionsausgaben dürften nach Unternehmensangaben in den Geschäftsjahren 2027 und 2028 ihren Höhepunkt erreichen. Beim Investorentag am Mittwoch formulierte Oracle zudem langfristige Ertragsziele: Für das Geschäftsjahr 2030 strebt das Unternehmen einen Umsatz von mindestens 225 Milliarden $ an.
Die operative Marge soll auf bereinigter Basis mindestens 40% erreichen. Für den ebenfalls bereinigten Gewinn je Aktie lautet das Ziel mindestens 21 $.
Ausbau der KI-Partnerschaften
Parallel erweitert Oracle sein KI-Angebot. Am 27. Oktober kündigte das Unternehmen eine vertiefte Zusammenarbeit mit OpenAI an. Dessen Modelle sowie ChatGPT und Codex sollen in Oracle-Anwendungen, Datenangebote und Cloud-Infrastruktur einziehen.
Am selben Tag kündigten Oracle und Google an, Googles TPU-Chips über Oracle Cloud Infrastructure anzubieten. Die Verfügbarkeit ist für das Kalenderjahr 2027 geplant; anschließend soll das Angebot über mehrere Jahre ausgebaut werden.
Stand heute, 02. November: Oracle – Kaufen, halten oder verkaufen?
Wer in Oracle investiert ist oder einen Einstieg prüft, sollte die Lage jetzt neu bewerten. Die Gratis-Analyse vom 02. November gibt die klare Antwort – und zeigt, warum Abwarten gerade jetzt riskanter sein kann, als es wirkt.
