Oracles geplantes Data Center „Project Jupiter“ in New Mexico war in den vergangenen Monaten massiv in die Kritik geraten. Anwohner, Umweltverbände und Politiker äußerten Bedenken wegen des hohen Wasserverbrauchs, möglicher Luftverschmutzung und der geplanten Energieversorgung mit Gaskraftwerken.
Zudem wurde dem Konzern vorgeworfen, seine Pläne mehrfach geändert und die Öffentlichkeit nicht ausreichend informiert zu haben. Die Diskussion führte zu Tausenden Einwendungen sowie regulatorischen Hürden und Klagen gegen das Vorhaben.
Oracle-Aktie: Brennstoffzellen statt Gasturbinen und Dieselgeneratoren
Nun hat Oracle ausführlich Stellung bezogen und eine grundlegende Überarbeitung des Energiekonzepts betont. Statt Gasturbinen und Dieselgeneratoren soll Project Jupiter künftig mit Brennstoffzellen von Bloom Energy betrieben werden. Nach Angaben des Unternehmens sinken dadurch die Stickoxid-Emissionen gegenüber der ursprünglichen Planung um rund 92 Prozent.
Außerdem werde im laufenden Betrieb nahezu kein Wasser für die Stromerzeugung benötigt. Oracle betont zudem, dass das Rechenzentrum seine Energie selbst finanziere und Anwohner weder höhere Strompreise noch Nachteile für die Stabilität des Stromnetzes befürchten müssten. Langfristig könnten die Brennstoffzellen auch mit Wasserstoff oder Biogas betrieben werden.
Oracle-Aktie: Konzern setzt auf Transparenz
In seinem Blogbeitrag räumt Oracle ein, dass sich die ursprünglichen Pläne erheblich verändert hätten. Das Unternehmen bezeichnet die Kritik aus der Bevölkerung als berechtigt und erklärt, man habe die Rückmeldungen ernst genommen. Die neue Energielösung sei sowohl für die Umwelt als auch für die Region und das Projekt selbst die bessere Alternative.
Zur Einordnung: Beim Bau riesiger KI-Rechenzentren rücken zunehmend Themen wie Energieversorgung, Wasserverbrauch und die Akzeptanz in der Bevölkerung in den Fokus. Oracle versucht mit der Neuausrichtung offensichtlich, das Projekt politisch und gesellschaftlich abzusichern. Gelingt dies, dürfte das die Chancen erhöhen, dass Project Jupiter wie geplant zu einem der größten KI-Rechenzentren der Welt ausgebaut werden kann.
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