Am Montag blieb die Oracle-Aktie aufgrund geschlossener Börsen in den USA noch verschont, doch ausruhen können die Anleger sich keinesfalls. Nach einem Plus von 0,7 Prozent am Freitag sind am Dienstag vorbörslich Verluste von 3,6 Prozent zu beobachten und der Kurs bewegt sich stark in Richtung 180 US-Dollar zu.
Damit fehlt nicht mehr viel, um verglichen mit dem Allzeit-Hoch bei 345,72 Dollar von einer Halbierung sprechen zu können. Die belastenden Faktoren haben sich nicht verändert. Die Auftragsbücher mögen prall gefüllt sein, doch explodierende Schulden und Zweifel an der Sinnhaftigkeit allzu großzügiger Ausgaben für KI-Rechenzentren treiben die Anleger in die Defensive.
Oracle: Der Druck nimmt zu
Dazu kam vor wenigen Tagen auch noch eine Klage von Anleihegläubigern, die sich bei einer Emission im September über 18 Milliarden Dollar falsch informiert sahen. Oracle spürt damit Druck von allen Seiten und hat dem aktuell nur wenig entgegenzusetzen. Dass mit KI eines Tages die Gewinne in neue Höhen springen mögen, das ist momentan nur ein vages Versprechen.
Oracle Aktie Chart
Es hilft auch nicht eben, dass die Stimmung im Segment allgemein etwas nachzulassen scheint. TSMC verwöhnte die Anleger vor wenigen Tagen zwar mit traumhaften Zahlen, die weiterhin für eine hohe Nachfrage nach KI-Chips sprechen. Doch währen das eine gute Nachricht für den Auftragsfertiger ist, bleibt die Frage im Raum, ob die Abnehmer der Chips sich das Ganze überhaupt leisten können.
Es wird ungemütlich
Die Charttechnik entwickelt sich für die Oracle-Aktie immer mehr zum Feind und der Verkaufsdruck nimmt aktuelle eher zu denn ab. Das Unternehmen müsste den einen oder anderen frischen Impuls aus dem Ärmel zaubern, um dem Sturm etwas entgegensetzen zu können. Zu sehen ist davon aktuell aber leider nicht viel und die Seitenlinie lädt zum Verweilen ein.
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