Oracle hat gestern die Konditionen für die Ausgabe von 86.206.897 Stammaktien zu je 116 $ festgelegt. Parallel dazu platzierte das Unternehmen vorrangige Anleihen über 10 Milliarden $, deren Abschluss ebenso wie der Aktienverkauf noch unter den üblichen Bedingungen steht.
Abschluss der Finanzierungen steht bevor
Die Anleihen verteilen sich auf fünf Tranchen. Oracle erwartet aus dem Aktienverkauf einen Nettoerlös von ungefähr 9,9 Milliarden $. Aus den Schuldverschreibungen sollen netto rund 10,0 Milliarden $ zufließen.
Beide Transaktionen sollen am 4. November 2026 abgeschlossen werden. Nach Unternehmensangaben sind die Erlöse für allgemeine Unternehmenszwecke vorgesehen.
Beim Investorentag vor gut einer Woche hatte Oracle den zusätzlichen Kapitalmarktfinanzierungsbedarf für die Geschäftsjahre 2027 bis 2030 auf 20 Milliarden $ begrenzt. Die Refinanzierung bestehender Schulden nahm das Unternehmen ausdrücklich davon aus.
Oracle stellte bei diesem Termin außerdem einen positiven freien Cashflow für die zweite Hälfte des Geschäftsjahres 2028 in Aussicht. Für das Geschäftsjahr 2029 peilt das Unternehmen mehr als 30 Milliarden $ freien Cashflow an.
Mehr Offenheit bei Rechenzentrumsprojekten
Auch beim Umgang mit den Standortgemeinden seiner KI-Rechenzentren kündigt Oracle eine Änderung an. Bloomberg Law berichtet heute, dass das Unternehmen von Regierungen auf Ebene der Bundesstaaten und Kommunen künftig keine Geheimhaltungs- oder Vertraulichkeitsvereinbarungen für diese Projekte mehr verlangen will. Zudem will Oracle seine Entwicklungspartner ermutigen, diesem Beispiel zu folgen.
Zum Ausbau der technischen Infrastruktur hatte Reuters am 27. Oktober berichtet, dass Oracle seine Vereinbarungen mit Nvidia zur Lieferung von KI-Servern auf einen Umfang von mehreren Gigawatt erweitert hat. Die finanziellen Konditionen dieser Erweiterung wurden nicht offengelegt.
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