Oracle hat heute Unterlagen für eine geplante Kapitalaufnahme von insgesamt 20 Milliarden $ eingereicht. Laut Reuters schürt die Finanzierung des KI- und Cloud-Ausbaus erneut Sorgen über eine Verwässerung bestehender Beteiligungen. Die Aktie fällt angesichts der geplanten Aktien- und Anleiheangebote um 9,0%.
Vorgesehen sind ein Angebot neuer Stammaktien über 10 Milliarden $ und ein separates Angebot vorrangiger Schuldverschreibungen über ebenfalls 10 Milliarden $. Beide Angebote können unabhängig voneinander abgeschlossen werden; ihr Abschluss ist nicht gesichert. Die Mittel sollen allgemeinen Unternehmenszwecken einschließlich Investitionsausgaben dienen.
Finanzierung und langfristige Ziele
Die heute eingereichten Angebote folgen auf Oracles Investorentag am Mittwoch. Dort hatte das Unternehmen angekündigt, zusätzliche Kapitalaufnahmen bis zum Geschäftsjahr 2030 auf 20 Milliarden $ zu begrenzen. Die geplante Finanzierung sollte sich auf Eigenkapital und zusätzliche Bruttoschulden verteilen.
Zugleich stellte Oracle am Mittwoch für das Geschäftsjahr 2030 einen Umsatz von mindestens 225 Milliarden $ in Aussicht. Die operative Marge auf bereinigter Basis soll mindestens 40% erreichen.
Für die zweite Hälfte des Geschäftsjahres 2028 strebt Oracle einen positiven freien Cashflow an. Im Geschäftsjahr 2029 soll dieser mindestens 30 Milliarden $ betragen. Diese Angaben sind Unternehmensziele, keine bereits erzielten Ergebnisse.
Stephens hebt Einstufung und Kursziel an
Ungeachtet der Finanzierungssorgen hat Stephens & Co. Oracle heute Medienberichten zufolge von Equal-Weight auf Overweight hochgestuft. Zugleich erhöhte das Analysehaus sein Kursziel von 185 $ auf 213 $.
Goldman Sachs hatte dagegen am 23. Oktober sein Kursziel von 240 $ auf 206 $ gesenkt und die Kaufempfehlung beibehalten. Analystin Gabriela Borges verwies dabei auf Fragen zu Oracles längerfristigen Geschäftszielen und den Fortschritten beim Ausbau der Rechenzentren.
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