Oracle und die 50 Mrd. – Rettung oder Wahnsinn?

Oracle kündigt eine Milliarden-Finanzierung an und versetzt die Börse in Aufruhr. Anleger fragen sich: Wachstumsschub oder riskanter Drahtseilakt?

Auf einen Blick:
  • Oracle plant Kapitalaufnahme von bis zu 50 Mrd. Dollar
  • Aktie stark gefallen trotz kurzfristiger Kurserholung
  • Hohe Schulden verunsichern Investoren
  • KI-Partnerschaften treiben Cloud-Ausbau voran
  • Klagen und Verwässerung erhöhen den Druck

Der Software-Riese sorgt für Nervosität an der Börse. Kaum kündigt Oracle einen gigantischen Finanzierungsplan an, spielt der Aktienkurs verrückt. Kurzfristig geht es leicht nach oben. Doch unter der Oberfläche brodelt es gewaltig.

Oracle will 2026 bis zu 50 Mrd. Dollar einsammeln. Das Geld soll neue Rechenzentren und Cloud-Kapazitäten finanzieren. Der Grund: Die Nachfrage explodiert. Kunden wie Nvidia, Meta, OpenAI, AMD, TikTok und xAI wollen massive Rechenleistung. Oracle sieht seine Chance, im KI-Wettrennen mitzuhalten.

Oracle Aktie Chart

Der Preis ist hoch

Ein Teil des Geldes kommt über neue Aktien und aktiennahe Instrumente. Das verwässert bestehende Anteile. Der andere Teil kommt über neue Schulden. Genau das macht Investoren nervös. Die Kosten für eine Absicherung gegen einen Zahlungsausfall stiegen zuletzt auf den höchsten Stand seit fünf Jahren.

Die Aktie steckt ohnehin in der Krise. Seit dem Hoch im Herbst von über 345 Dollar hat sich der Kurs mehr als halbiert. Nach schwachen Quartalszahlen ging es weiter abwärts. Viele Anleger zweifeln, ob Oracle sich mit seinem Tempo übernimmt.

Oracle: Anleger bleiben skeptisch

Zwar konnte der Konzern bereits 18 Mrd. Dollar über Anleihen einsammeln. Zudem steht eine gigantische Partnerschaft mit OpenAI im Raum. Doch selbst das reicht nicht, um alle Sorgen zu zerstreuen.

Im Januar reichten Anleihegläubiger Klage ein. Sie werfen Oracle vor, den wahren Finanzbedarf für den KI-Ausbau verschleiert zu haben.

Besonders brisant: Rund die Hälfte des neuen Kapitals soll über Eigenkapital kommen. Bis zu 20 Mrd. Dollar könnten direkt über den Markt eingesammelt werden. Das setzt den Kurs zusätzlich unter Druck.

Lieber an der Seitenline bleiben

Oracle steht damit an einem kritischen Punkt. Gelingt der Ausbau, winkt ein Platz unter den Cloud-Giganten der KI-Ära. Scheitert der Plan, droht eine Schuldenfalle. Die kommenden Monate werden zeigen, ob Anleger wieder Vertrauen fassen – oder endgültig das Weite suchen.

Oracle-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Oracle-Analyse vom 07. Februar liefert die Antwort:

Die neusten Oracle-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Oracle-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 07. Februar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Oracle: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Disclaimer

Die auf finanztrends.de angebotenen Beiträge dienen ausschließlich der Information. Die hier angebotenen Beiträge stellen zu keinem Zeitpunkt eine Kauf- beziehungsweise Verkaufsempfehlung dar. Sie sind nicht als Zusicherung von Kursentwicklungen der genannten Finanzinstrumente oder als Handlungsaufforderung zu verstehen. Der Erwerb von Wertpapieren ist risikoreich und birgt Risiken, die den Totalverlust des eingesetzten Kapitals bewirken können. Die auf finanztrends.de veröffentlichen Informationen ersetzen keine, auf individuelle Bedürfnisse ausgerichtete, fachkundige Anlageberatung. Es wird keinerlei Haftung oder Garantie für die Aktualität, Richtigkeit, Angemessenheit und Vollständigkeit der zur Verfügung gestellten Informationen sowie für Vermögensschäden übernommen. finanztrends.de hat auf die veröffentlichten Inhalte keinen Einfluss und vor Veröffentlichung sämtlicher Beiträge keine Kenntnis über Inhalt und Gegenstand dieser. Die Veröffentlichung der namentlich gekennzeichneten Beiträge erfolgt eigenverantwortlich durch Gastkommentatoren, Nachrichtenagenturen o.ä. Demzufolge kann bezüglich der Inhalte der Beiträge nicht von Anlageinteressen von finanztrends.de und/ oder seinen Mitarbeitern oder Organen zu sprechen sein. Die Gastkommentatoren, Nachrichtenagenturen usw. gehören nicht der Redaktion von finanztrends.de an. Ihre Meinungen spiegeln nicht die Meinungen und Auffassungen von finanztrends.de und deren Mitarbeitern wider. (Ausführlicher Disclaimer)