Über Wochen kannte die Opendoor Technologies-Aktie nur eine Richtung, und zwar steil nach oben. Innerhalb von drei Monaten schoss der Kurs der US-Immobilienplattform von 0,60 auf über 10,00 US-Dollar hoch. Doch am gestrigen Freitag ging es mit einem Kursverlust von fast 14 Prozent erstmals steil bergab. Wird Anlegern die Kursrallye der Opendoor Technologies-Aktie langsam unheimlich?
Anleger nehmen Gewinne mit
Die Kursentwicklung zum Wochenschluss lässt vermuten, dass einige Anleger ihre Schäfchen ins Trockene gebracht haben. Man kann es ihnen angesichts der atemberaubenden Kursentwicklung der Opendoor Technologies-Aktie nicht verdenken.
Schlechte Nachrichten vom Unternehmen selbst gab es jedenfalls nicht. Das lässt die Vermutung zu, dass die Wirkung der letzten Kurstreiber langsam verpufft.
Die Aktie wurde diese Woche von einem Management-Wechsel stark befeuert. Das neue Team rund um den CEO Nejatian, der von Shopify kam, bringt viel KI-Expertise muss und hat den klaren Willen, Opendoor zu einer KI-Immobilienplattform weiter zu entwickeln.
Der Beweis ist nicht erbracht
Aber bis heute hat das iBuying-Unternehmen noch nicht den Beweis erbracht, das sein Geschäftsmodell auch funktioniert. Über die Plattform von Opendoor können Immobilienbesitzer ihre Immobilie zum Kauf anbieten. Sofern das Gebot von Opendoor angenommen wird, renoviert das Unternehmen die Immobilie, um sie im Anschluss mit Gewinn weiter zu veräußern.
Dieses Geschäftsmodell ist jedoch stark konjunktur- und zinsabhängig. In den vergangenen Jahren machte Opendoor die schwache US-Konjunktur bei gleichzeitig recht hohen Zinsen schwer zu schaffen. Es bleibt fraglich, ob sich die makroökonomische Lage in den kommenden Quartalen verbessert.
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