Bei OPAP geht es gerade nicht um neue Geschäftszahlen, sondern um die Eigentümerseite. Eine aktuelle Meldung zu wesentlichen Beteiligungen zeigt, wie stark der Glücksspielkonzern inzwischen in die Allwyn-Gruppe eingebettet ist.
Die VALEA FOUNDATION teilte am 18. Mai mit, dass sie nach einer Aktienzusammenlegung vom 29. April indirekt 74,91 Prozent der Stimmrechte an OPAP hält. Das entspricht 604.392.847 Stimmen. Karel Komárek ist der alleinige Begünstigte der Stiftung, kontrolliert sie nach der Mitteilung aber nicht im Sinne des Luxemburger Transparenzrechts.
Mehr Transparenz nach dem Zusammenschluss
Für den Markt ist das vor allem ein Blick in die neue Machtverteilung rund um OPAP. Der griechische Anbieter von Lotterien, Sportwetten und Video Lottery Terminals ist seit der Übernahme Teil der breiteren Allwyn AG-Gruppe. Damit gehört OPAP zu einem der größten börsennotierten Lotterie- und Glücksspielkonzerne weltweit.
Die Integration soll die Struktur einfacher und transparenter machen, ändert aber nichts an der dominanten Stellung der Mehrheitseigner. OPAP bleibt damit ein klar kontrolliertes Asset innerhalb des Konzerns. Die griechische Nationallotterie läuft zudem weiter unter einer 12-jährigen Konzession.
Aktie bleibt unter Druck
An der Börse kommt die Nachricht in eine Phase schwacher Verfassung. Die OPAP-Aktie schloss gestern bei 12,22 Euro, lag damit nur knapp über dem 52-Wochen-Tief von 11,74 Euro. Auf Sicht von 30 Tagen steht ein Minus von 11,09 Prozent, seit Jahresanfang sogar von 34,90 Prozent.
Auch die technischen Marken zeigen ein angespanntes Bild. Der Kurs liegt deutlich unter dem 50-Tage-Durchschnitt von 13,77 Euro und unter dem 100-Tage-Durchschnitt von 15,51 Euro. Der RSI von 38,3 signalisiert zwar keine extremes, aber ein angeschlagenes Momentum.
Für die kommenden Wochen rückt damit weniger die Frage nach der Eigentümermehrheit in den Vordergrund als die operative Entwicklung im griechischen und zyprischen Glücksspielgeschäft. Solange OPAP unter den gleitenden Durchschnitten bleibt, dürfte der Markt jede neue Nachricht zur Integration in die Allwyn-Struktur und zur Geschäftsentwicklung besonders aufmerksam einpreisen.
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