Nach dem erfolgreichen Abschluss der Fusion zwischen OPAP und der Allwyn International AG im Frühjahr dieses Jahres zeigt die nun unter Allwyn AG firmierende Gruppe eine robuste operative Entwicklung. Das Unternehmen, das weiterhin an der Börse in Athen notiert ist, konnte im ersten Quartal 2026 deutliche Zuwächse verzeichnen und treibt zudem seine Pläne für eine internationale Zweitnotierung sowie umfangreiche Kapitalrückführungen an die Aktionäre voran.
Starke Quartalszahlen stützen Jahresprognose
Die operativen Kennzahlen für das erste Quartal unterstreichen die Dynamik der neu geformten Einheit. Den Unternehmensangaben zufolge stieg der Nettoumsatz deutlich auf 1,204 Milliarden Euro. Parallel dazu verbesserte sich das bereinigte EBITDA um 24 Prozent, was einer operativen Marge von 37 Prozent entspricht. Angesichts dieses Starts bestätigte der Vorstand seine Ziele für das Gesamtjahr und erwartet weiterhin ein Nettoumsatzwachstum im mittleren bis hohen zwanzigprozentigen Bereich.
Diese Entwicklung folgt auf die strategische Neuausrichtung nach dem formellen Abschluss der Fusion am 24. März. Im Vorfeld hatten die Aktionäre bereits im Januar auf einer außerordentlichen Hauptversammlung den Weg für den Zusammenschluss geebnet. Dabei machten Inhaber von rund 6,7 Prozent der Anteile von ihrem Barabfindungsrecht Gebrauch, was einem Gesamtausgleich von 456 Millionen Euro entsprach.
Strategische Konzessionen und Kapitalmaßnahmen
Neben der Integration nach der Fusion stärkt das Unternehmen seine Marktstellung durch langfristige Konzessionen. Medienberichten zufolge positionierte sich das Haus bereits erfolgreich in der Ausschreibung für die griechische Lotteriekonzession. Gemeinsam mit Brightstar tritt die Gruppe als Bieter für eine zehnjährige Exklusivlizenz auf, nachdem namhafte Wettbewerber wie Intralot auf eine Bewerbung für diesen Zeitraum verzichteten.
Gleichzeitig setzt die Allwyn AG auf direkte Wertsteigerungen für die Anteilseigner. Im Mai beschloss der Vorstand ein Aktienrückkaufprogramm mit einem Volumen von bis zu 150 Millionen Euro, das bis zum Ende des nächsten Geschäftsjahres abgeschlossen sein soll. Erste Umsetzungsschritte erfolgten bereits im Juni: In der Woche vom 9. bis zum 16. Juni erwarb das Unternehmen 565.626 eigene Aktien für einen Gesamtbetrag von rund 7,78 Millionen Euro über den Markt.
Kursentwicklung am griechischen Markt
An der Börse zeigt sich das Papier nach einer volatilen Phase stabilisiert. Seit Jahresbeginn verzeichnet der Wert zwar ein Minus von 26,67 Prozent, konnte sich zuletzt jedoch über wichtigen technischen Marken halten. Mit einem Schlusskurs von 13,62 Euro notiert das Papier aktuell 0,56 Prozent über seinem gleitenden 50-Tage-Durchschnitt. Damit scheint der Markt die operativen Fortschritte und die Integration der Konzerneinheiten zunehmend in die Bewertung einzupreisen, während das angekündigte Rückkaufprogramm für zusätzliche Liquidität im Handel sorgt.
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