Ondas Holdings liefert Zahlen, die auf den ersten Blick spektakulär wirken. Der Umsatz springt, die Prognose steigt, der Auftragsbestand wächst stark. Der Kern ist aber differenzierter: Operativ schreibt der Spezialist für private Funknetze und autonome Drohnenplattformen weiter rote Zahlen.
Umsatzsprung über Erwartungen
Im ersten Quartal 2026 erzielte Ondas einen Umsatz von 50,1 Millionen Dollar. Das entspricht etwa dem Zehnfachen des Vorjahreswerts. Auch gegenüber dem Vorquartal legte der Erlös deutlich zu.
Damit übertraf das Unternehmen die Markterwartungen klar. Analysten hatten im Schnitt mit rund 39,36 Millionen Dollar gerechnet. Der Umsatzsprung kommt also nicht nur aus einer niedrigen Basis.
Auch die Marge verbessert sich. Die Bruttomarge erreichte 49 Prozent nach 35 Prozent im Vorjahr. Ondas verweist auf einen günstigeren Produktmix und mehr Effizienz in den Kerneinheiten.
Die Aktie reagiert kräftig. Am Donnerstag notiert sie bei 8,60 Euro und liegt damit 11,98 Prozent im Plus. Auf Zwölfmonatssicht hat sich der Kurs nahezu verelffacht, bleibt aber klar unter dem Hoch vom Januar.
Gewinn mit Sonderfaktoren
Der ausgewiesene Nettogewinn fällt noch auffälliger aus. Ondas meldete 361,2 Millionen Dollar Gewinn nach einem Verlust im Vorjahr. Diese Zahl braucht Einordnung.
Der Gewinn stammt vor allem aus nicht zahlungswirksamen Effekten. Dazu zählt ein hoher Bewertungsertrag aus Wandelanleihen. Auch ein Gewinn aus der Entkonsolidierung trug bei.
Operativ sieht das Bild anders aus. Das Unternehmen schrieb einen operativen Verlust von 42,7 Millionen Dollar. Das bereinigte EBITDA lag bei minus 10,9 Millionen Dollar und fiel damit besser aus als erwartet.
Ein wichtiger Punkt: Die einzelnen Produkteinheiten erreichten bereinigte EBITDA-Positivität früher als geplant. Das verschafft dem Management mehr Spielraum, auch wenn die Gruppe noch nicht profitabel arbeitet.
Auftragsbestand treibt Ausblick
Besonders stark wächst der Auftragsbestand. Pro forma lag er bei 457 Millionen Dollar nach 68,3 Millionen Dollar Ende 2025. Akquisitionen und neue Verträge spielen dabei die zentrale Rolle.
Mistral bringt als US-Hauptauftragnehmer rund 264 Millionen Dollar in den aktuellen Auftragsbestand ein. Dazu kommt Zugang zu einem IDIQ-Programm der US Army mit einem Volumen von 982 Millionen Dollar. Diese Struktur kann Folgeaufträge erleichtern, garantiert sie aber nicht automatisch.
Weitere Impulse kommen von World View und Rotron Aerospace. Ondas nennt außerdem das Joint Venture ONBERG mit Heidelberg und die Partnerschaft mit Palantir bei SkyWeaver als strategische Bausteine.
Nach dem starken Jahresstart hebt Ondas die Umsatzprognose für 2026 auf mindestens 390 Millionen Dollar an. Das liegt über der früheren Managementplanung. Für das zweite Quartal rechnet das Unternehmen wegen Integrationskosten mit höheren bereinigten EBITDA-Verlusten.
Der nächste operative Meilenstein ist klar gesetzt: Das Segment Ondas Autonomous Systems soll bis zum ersten Quartal 2027 bereinigte EBITDA-Positivität erreichen. Auf Konzernebene peilt Ondas positives EBITDA bis zum ersten Quartal 2028 an.
Ondas Holdings-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Ondas Holdings-Analyse vom 14. Mai liefert die Antwort:
Die neusten Ondas Holdings-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Ondas Holdings-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 14. Mai erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
