Ondas Holdings setzt auf den Blick von ganz oben. Mit einer neuen Verteidigungsstrategie verschmilzt der Konzern Stratosphären-Ballons und Drohnen-Schwärme zu einem digitalen Schutzschild. Das sorgt an der Börse für neue Fantasie.
Abwehr aus der Stratosphäre
Das Unternehmen nennt das Konzept „Layered ISR“. Sensoren in der Stratosphäre liefern dabei permanente Daten über potenzielle Bedrohungen. Diese Informationen gehen in Echtzeit an automatisierte Drohnen-Flotten am Boden weiter. So entsteht ein geschlossener Abwehrkreislauf für NATO-Partner.
Kern dieser Strategie ist eine Investition von zehn Millionen Dollar in den Spezialisten World View. Ondas kombiniert diese Technik mit eigener Software zur Gefechtsfeldsteuerung. Das System soll Bedrohungen früher erkennen und autonom bekämpfen.
Umsatz explodiert im ersten Quartal
Die jüngsten Geschäftszahlen untermauern diesen Expansionskurs. Im ersten Quartal 2026 steigerte Ondas den Umsatz auf 50,1 Millionen Dollar. Ein Jahr zuvor waren es lediglich 4,3 Millionen Dollar. Der Auftragsbestand kletterte derweil auf 457 Millionen Dollar.
An der Börse zeigt sich ein gemischtes Bild. Trotz der operativen Sprünge verlor die Aktie seit Jahresbeginn fast sechs Prozent an Wert. Heute reagierte das Papier mit einem Plus von sieben Prozent auf 8,83 Euro. Marktbeobachter sehen darin eine Korrektur der jüngsten Unterbewertung.
Fokus auf Software-Margen
Die Expansion kostet Geld. Ondas weitete seine operativen Verluste durch die jüngsten Zukäufe zunächst aus. Das Management setzt jedoch auf die hohen Margen im Software-Bereich. Diese sollen den Konzern mittelfristig in die Gewinnzone führen.
Für das Gesamtjahr 2026 peilt Ondas einen Mindestumsatz von 390 Millionen Dollar an. Die Integration der neuen Plattformen bleibt die zentrale Aufgabe der kommenden Monate. Das Erreichen der Gewinnschwelle beim bereinigten EBITDA ist das nächste große Etappenziel.
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