Ein massiver Schub bei den Neubestellungen verschafft Ondas Holdings eine deutlich verbesserte Planungssicherheit für die kommenden Geschäftsjahre. Das Unternehmen gab am Mittwoch bekannt, dass es von der zweiten Augusthälfte bis zum 1. Oktober Neuaufträge im Gesamtvolumen von mehr als 165 Millionen $ verbuchen konnte.
Zusammen mit zuvor ausgewiesenen Abschlüssen von rund 105 Millionen $ summieren sich die seit dem 30. Juni vereinbarten Aufträge damit auf über 270 Millionen $. Dieser Zufluss stärkt nach Unternehmensangaben die Umsatzvisibilität bis weit in das Jahr 2027 hinein.
An der Börse sorgte das Auftragspolster zuletzt für Aufmerksamkeit, wenngleich der Titel am Freitag mit einem Minus von 1,5 Prozent bei 6,02 Euro aus dem Handel ging.
Fortschritte bei Kernsystemen und Rüstungskomponenten
Hinter dem jüngsten Zuwachs im Auftragsbuch stehen mehrere operative Meilensteine. Neben dem allgemeinen Bestelleingang meldete Ondas am Mittwoch, dass die Systeme ULTRA sowie IonStrike wichtige Validierungsschritte bei Kunden erfolgreich durchlaufen haben. Diese technischen Freigaben gelten in der Branche als zentrale Voraussetzung für die Umwandlung von Testphasen in feste Lieferverträge.
Flankiert wurde diese Entwicklung durch einen weiteren Großauftrag zu Wochenbeginn. Am Montag sicherte sich das Unternehmen eine Festbestellung über 56 Millionen $ für elektronische Scharfschalt- und Sicherungsvorrichtungen (Electronic Safe & Arm Devices).
Die Komponenten sind für ein europäisches Programm im Bereich Loitering Munition bestimmt. Eingeholt wurde der Auftrag über Bron Technologies, die Ondas im Rahmen der Akquisition gemeinsam mit GATE Technologies übernommen hatte.
Positive Analystenstudie sieht Potenzial
Die jüngsten operativen Fortschritte finden auch bei Analysten Beachtung. Medienberichten zufolge startete Trevor Walsh vom Analysehaus Citizens am Montag die Beobachtung der Ondas-Aktie mit der Einstufung „Market Outperform“ und rief ein Kursziel von 14,00 $ aus.
Der Experte hob dabei insbesondere die Plattform für autonome Systeme hervor, die sich inzwischen über vier verschiedene Teilmärkte erstreckt und Ondas eine breite Basis für künftige Skalierungseffekte verschaffe.
Für Anleger richtet sich der Blick nun darauf, wie effizient das Unternehmen den Rekordauftragsbestand in margenstarken Umsatz ummünzen kann. Trotz der operativen Dynamik bleibt das Papier mit einem Abstand von 54 Prozent deutlich unter seinem 52-Wochen-Hoch von 13,02 Euro zurück.
Ob die vertraglich gesicherten Projekte bis 2027 ausreichen, um diese Lücke nachhaltig zu schließen, hängt maßgeblich von den Auslieferungsfristen der kommenden Quartale ab.
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