Ondas Holdings schaltet in den Angriffsmodus. Der US-Spezialist für autonome Verteidigungssysteme hat die Übernahme von Omnisys abgeschlossen – einer israelischen Firma mit KI-Software zur Schlachtfeld-Optimierung. Hinzu kommen Rekordzahlen für das erste Quartal 2026. Die Kombination aus Software-Deal und explodierenden Umsätzen könnte das Unternehmen auf eine neue Stufe heben.
Software statt Hardware: Der Omnisys-Deal
Omnisys bringt eine KI-Plattform mit, die seit über 20 Jahren in komplexen, bereichsübergreifenden Verteidigungsmissionen läuft. Die Software optimiert Ressourcen in Echtzeit, verbessert Missionsplanung und Koordination. Ondas will diese Technologie in seine autonomen Systeme integrieren – von Drohnen über Bodenroboter bis zur strategischen Aufklärung aus der Stratosphäre.
Das Management sieht darin den Schlüssel zu einem neuen Geschäftsmodell. Statt sich auf Hardware und Plattformen zu konzentrieren, soll künftig die Software den Ton angeben. Höhere Margen inklusive. Die Übernahme ergänzt zudem die jüngste Akquisition von World View Enterprises, die stratosphärische ISR-Fähigkeiten (Intelligence, Surveillance, Reconnaissance) beisteuert. So entsteht eine Multi-Domain-Plattform – vom Erdboden bis in 30 Kilometer Höhe.
Rekordquartal mit milliardenschwerem Auftragsbestand
Die Zahlen für Q1 2026 untermauern die Strategie. Der Umsatz sprang auf 50,1 Millionen Dollar – rund zehnmal so viel wie im Vorjahreszeitraum. Die Wall Street hatte nur mit 39,4 Millionen gerechnet. Noch bemerkenswerter: Ondas erwirtschaftete einen Nettogewinn von 361,3 Millionen Dollar, nach einem Verlust im Vorjahr.
Entsprechend selbstbewusst hebt das Management die Prognose an. Für das Gesamtjahr 2026 erwartet Ondas nun mindestens 390 Millionen Dollar Umsatz – ein Plus von rund 670 Prozent gegenüber 2025. Gestützt wird dieser Ausblick durch einen Auftragsbestand von 457 Millionen Dollar auf Pro-forma-Basis. Die Nachfrage kommt vor allem aus den Bereichen Counter-UAS, Verteidigungsrobotik und Bodensystemen. Zudem verfügt das Unternehmen über liquide Mittel von rund 1,48 Milliarden Dollar.
Die Aktie notiert am Freitag bei 11,36 Euro, knapp unter dem 52-Wochen-Hoch von 12,04 Euro. Auf Jahressicht beträgt das Plus 1.148 Prozent – ein Ausdruck des enormen Interesses an KI-gestützten Verteidigungslösungen.
Die Integration von Omnisys und World View wird nun zum entscheidenden Prüfstein. Gelingt es Ondas, aus den Einzelteilen eine schlagkräftige Plattform zu schmieden, könnte sich das Geschäftsmodell nachhaltig verbessern. Der Markt beobachtet das Unternehmen genau – der milliardenschwere Auftragsbestand gibt dem Management jedenfalls Rückenwind.
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