Ondas erweitert sein technologisches Portfolio in der Drohnenabwehr. Am Mittwoch stellte das Unternehmen die Variante Dronebuster REACH vor, eine reichweitenstarke Ausführung seines nicht-kinetischen Abwehrsystems gegen unbemannte Flugkörper. Für das neue System besteht nach Unternehmensangaben bereits ein erster Liefervertrag mit dem Office of Naval Research der US-Marine, der nach erfolgreichen Kundenabnahmetests erfüllt werden soll.
Mit der erweiterten Reichweite zielt Ondas auf militärische Kunden, die Bedrohungen durch Drohnenschwärme und Aufklärungsdrohnen frühzeitig und ohne physischen Munitionseinsatz neutralisieren müssen. Die Vereinbarung mit der Forschungsbehörde der Marine stellt dabei einen ersten operativen Referenzpunkt für das neue Abfangsystem dar.
Cyberhawk punktet bei britischen Stromnetzen
Flankiert wird die Neuvorstellung im Verteidigungsbereich durch operative Fortschritte im zivilen Dienstleistungsgeschäft. Am Montag sicherte sich die Ondas-Tochter Cyberhawk eine dreijährige Rahmenvereinbarung mit den Tochtergesellschaften SSEN Transmission und SSEN Distribution des britischen Energiekonzerns SSE. Der Vertrag beinhaltet zudem eine Verlängerungsoption um zwei weitere Jahre.
Im Rahmen dieser Kooperation übernimmt Cyberhawk optische Inspektionen mittels Drohnentechnologie. Das Einsatzgebiet erstreckt sich dabei über Stromübertragungsnetze an Land sowie über Anlagen von Offshore-Windparks. Für Cyberhawk festigt der mehrjährige Auftrag die Präsenz im europäischen Markt für kritische Infrastrukturüberwachung.
Konsolidierung nach Zukäufen und Aktienüberhang
Die jüngsten operativen Abschlüsse folgen auf eine Phase intensiver Portfolioanpassungen. Vor gut einer Woche erwarb Ondas die Unternehmen Insignito Solutions, Ottopia Technologies sowie CaribouLabs.
Parallel dazu reichte das Unternehmen bei der US-Börsenaufsicht SEC einen Prospektnachtrag ein, der den Weiterverkauf von bis zu 7.822.077 Ondas-Aktien durch bestimmte Altaktionäre abdeckt. Zudem veräußerte Finanzchef Neil Laird laut Pflichtmitteilung 4.952 eigene Aktien. Die Aussicht auf zusätzliche Aktien im Umlauf bremste die Kursentwicklung zuletzt spürbar aus.
Gestern ging die Aktie mit einem Minus von 2,0 Prozent bei 6,34 Euro aus dem Handel. Trotz der jüngsten Auftragserfolge spiegelt das Kursniveau die Zurückhaltung am Markt wider, da das Papier damit einen Abstand von 51 Prozent zu seinem 52-Wochen-Hoch von 13,02 Euro aufweist.
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