Ondas Holdings hat am Donnerstag ein massives Umsatzwachstum für das zweite Quartal 2026 gemeldet und damit die Erwartungen des Marktes deutlich übertroffen. Das Unternehmen reagiert auf die starke Dynamik im Drohnensektor mit einer Anhebung der Prognose für das Gesamtjahr und treibt die Expansion im Verteidigungsbereich voran. Die Veröffentlichung der Geschäftszahlen löste am Markt eine deutliche Kursreaktion aus.
Massiver Umsatzsprung und gefüllte Auftragsbücher
Im zweiten Quartal 2026 erzielte Ondas einen Umsatz von 83,8 Millionen US-Dollar. Dies entspricht einer Steigerung von 67 Prozent gegenüber dem Vorquartal und mehr als dem Dreizehnfachen des Wertes aus dem Vorjahreszeitraum. Analysten waren im Vorfeld im Konsens von einem deutlich geringeren Umsatz in Höhe von rund 68 Millionen US-Dollar ausgegangen.
Die Basis für dieses Wachstum bildet ein robuster Auftragseingang. Insgesamt sicherte sich das Unternehmen zuletzt Aufträge im Volumen von 280 Millionen US-Dollar. Davon entfielen 175 Millionen US-Dollar auf das abgeschlossene zweite Quartal, während bereits zu Beginn des dritten Quartals weitere 105 Millionen US-Dollar verbucht wurden.
Der gesamte Auftragsbestand beläuft sich damit auf zirka 757 Millionen US-Dollar. Angesichts dieser Entwicklung hob das Management die Umsatzprognose für das Gesamtjahr 2026 auf eine Spanne zwischen 525 und 550 Millionen US-Dollar an.
Strategische Expansion im Verteidigungssektor
Neben dem organischen Wachstum verstärkt Ondas seine Präsenz im Sicherheitssegment durch die Übernahme von Aran Defense. Der Kaufpreis für das Unternehmen liegt bei 33 Millionen US-Dollar, was etwa dem 1,3-fachen des für Aran Defense erwarteten Jahresumsatzes 2026 von 26 Millionen US-Dollar entspricht.
Dieser Schritt folgt auf eine Phase verstärkter Aktivitäten im Rüstungsbereich, in der Ondas unter anderem durch Kooperationen mit dem israelischen Verteidigungsministerium und einen Auftrag der US-Armee vor gut drei Wochen auf sich aufmerksam machte.
Die Übernahme fügt sich in einen breiteren Markttrend ein, bei dem Investitionen in Drohnen- und Abwehrtechnologien massiv zunehmen. Medienberichten zufolge verlagert sich der Fokus in der Verteidigungsbranche zunehmend auf Schichtsysteme, die Laser- und Hochfrequenztechnologie kombinieren, um kostengünstige Drohnen effektiv abzuwehren.
Analysten sehen deutliches Aufwärtspotenzial
Die Reaktion der Analystenhäuser auf die Quartalszahlen und den Ausblick fiel positiv aus. Die Experten von Oppenheimer sehen das Kursziel für die Aktie bei 18 US-Dollar, während das Analysehaus Ladenburg ein Ziel von 22,75 US-Dollar ausgibt. Beide Einschätzungen liegen signifikant über dem aktuellen Marktniveau.
Im gestrigen Handel legte der Titel kräftig zu und verzeichnete ein Plus von 7,1 Prozent. Mit einem Schlusskurs von 7,55 Euro notiert das Papier nun etwa 7,0 Prozent über seinem gleitenden Durchschnitt der letzten 50 Tage, der bei 7,06 Euro liegt.
Die Aktie profitierte dabei auch von einer allgemein zurückkehrenden Risikobereitschaft im Sektor der Drohnen-Technologie, die am Donnerstag auch andere Branchenwerte erfasste. Dennoch bleibt der Abstand zum 52-Wochen-Hoch von 13,02 Euro, das im Januar erreicht wurde, mit einem Minus von 42 Prozent weiterhin beträchtlich.
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