Ondas Holdings Aktie: GATE und Bron übernommen

Symbolbild, KI-generiert

Ondas integriert GATE und Bron Technologies, zahlt zunächst 205 Millionen US-Dollar und stellt bis 2028 höhere Umsätze sowie EBITDA in Aussicht.

Auf einen Blick:
  • GATE- und Bron-Übernahmen abgeschlossen
  • Basispreis beträgt 205 Millionen US-Dollar
  • Polen wird europäische Produktionsbasis
  • Aktie steigt zuletzt um 0,3 Prozent

Ondas Holdings erweitert seine Rüstungsaktivitäten und hat die Übernahme des israelischen Zünderspezialisten GATE Technologies sowie der polnischen Bron Technologies vollzogen. Die Transaktion umfasst einen Basispreis von 205 Millionen US-Dollar, der sich über leistungsabhängige Komponenten bis Ende 2028 auf bis zu 390 Millionen US-Dollar erhöhen kann.

Mit dem Zukauf integriert das Unternehmen zentrale Komponenten für elektronische Sicherungs- und Zündsysteme, die unter anderem im Flugabwehrsystem Iron Dome sowie in unbemannten Waffensystemen zum Einsatz kommen.

Elektronische Zünder und europäische Fertigungsbasis

Das 1996 im israelischen Shoham gegründete Unternehmen GATE Technologies fertigt miniaturisierte elektronische Zünder für Raketen, Drohnen und sogenannte Loitering Munition. Rund 80 Prozent der Erlöse erwirtschaftet die Gesellschaft außerhalb des Nahen Ostens.

Mit Bron Technologies sichert sich Ondas zugleich einen Fertigungsstandort in Polen, der als europäische Produktionsbasis dienen soll. Eine Ausweitung der Fertigung auf die Vereinigten Staaten ist für das erste Halbjahr 2027 vorgesehen.

Die Akquisition reiht sich in eine Serie israelischer Zukäufe ein, für die Ondas bisher insgesamt rund eine Milliarde US-Dollar aufgewendet hat. Zudem erhielt das Unternehmen vor rund zwei Wochen einen Auftrag des israelischen Verteidigungsministeriums über taktische Angriffsdrohnen, seitdem verlor der Titel 4,9 Prozent an Wert.

Wachstumsprognosen und finanzielle Struktur

Finanziell knüpft Ondas an den Zukauf ambitionierte Ziele. Für GATE wird im Geschäftsjahr 2026 ein Umsatz von 65 Millionen US-Dollar angestrebt, der bis 2028 auf 180 Millionen US-Dollar steigen soll. Für den gesamten Dreijahreszeitraum von 2026 bis 2028 stellt das Unternehmen ein bereinigtes EBITDA von mehr als 130 Millionen US-Dollar in Aussicht.

Die anfängliche Gegenleistung von 205 Millionen US-Dollar gliedert sich in 105 Millionen US-Dollar in bar sowie 100 Millionen US-Dollar in Aktien. Das Erreichen der operativen Zielmarken bis Ende 2028 ist Voraussetzung für die Ausschüttung der zusätzlichen Earn-out-Tranchen von bis zu 185 Millionen US-Dollar.

Am Markt zeigte sich das Wertpapier nach Bekanntgabe der abgeschlossenen Vereinbarung stabilisiert. Am gestrigen Handelstag beendete die Aktie das Geschehen mit einem leichten Zuwachs von 0,3 Prozent bei 6,27 Euro. Über einen Zeitraum von 30 Tagen verbucht der Titel damit ein Minus von 19 Prozent.

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