Am 14. September schloss Ondas Inc. die Übernahme des israelischen Unternehmens GATE Technologies sowie von Bron Technologies aus Polen ab. Mit diesem Schritt integriert der Konzern spezialisierte elektronische Sicherungs- und Zündsysteme in seine Plattform für Präzisionswaffen. Die Akquisition zielt darauf ab, die eigene Wertschöpfung im Bereich moderner Munitionstechnik auszuweiten.
Für den Zukauf flossen 105 Millionen US-Dollar in bar sowie ein Paket an Stammaktien. Das Management beziffert die Erwartung für GATE im Geschäftsjahr 2026 auf einen Umsatz von 65 Millionen US-Dollar. Bis zum Jahr 2028 soll sich dieser Wert auf 180 Millionen US-Dollar erhöhen.
Die Transaktion markiert einen gezielten Vorstoß in das Segment der Präzisionsmunition. Durch die Zusammenführung eigener Systeme mit der Zündertechnologie will Ondas unabhängiger von Zulieferern werden und die wachsende Nachfrage nach unbemannten Verteidigungslösungen bedienen. Neben den fixen Kaufpreiskomponenten sieht die Vereinbarung erfolgsabhängige Meilensteinzahlungen in Aktien vor.
Verstärkung durch Sensorik und Inspektion
Der Zukauf reiht sich in eine Folge strategischer Schritte ein. Bereits am 10. August schloss Ondas den Erwerb von Cyberhawk ab, einem Dienstleister für softwaregestützte Inspektionen und KI-basierte Analysen im Bereich kritischer Infrastrukturen. Damit erweitert das Unternehmen das technologische Spektrum um softwarebasierte Auswertungen, die sowohl für zivile als auch für verteidigungsrelevante Zwecke eingesetzt werden.
Operativ setzt der Konzern dabei auf ein stark beschleunigtes Wachstum. Im zweiten Quartal 2026 erzielte Ondas einen Rekordumsatz von 83,8 Millionen US-Dollar. Für das Gesamtjahr 2026 hob das Management die Erlösprognose auf eine Spanne von 525 bis 550 Millionen US-Dollar an.
Auftragsbestand und Gewinnschwelle im Blick
Getragen wird dieser optimistische Ausblick durch ein spürbar gefülltes Orderbuch. Der Auftragsbestand lag zum Ende des ersten Halbjahres bei rund 613 Millionen US-Dollar. Die vertraglich gebundenen Aufträge bilden das Fundament, um die Fertigungskapazitäten der integrierten Einheiten in den kommenden Quartalen auszulasten.
Zugleich stützt sich das Unternehmen auf liquide Mittel und kurzfristige Anlagen von 1,4 Milliarden US-Dollar zum Ende des zweiten Quartals. Auf operativer Plattformebene strebt Ondas das Erreichen der Gewinnschwelle beim bereinigten EBITDA für das vierte Quartal 2026 an, während der Gesamtkonzern bis zum vierten Quartal 2027 profitabel werden soll.
Am Aktienmarkt spiegeln sich die jüngsten Ausbauschritte verhalten wider. Am Freitag beendete das Papier von Ondas Holdings den Handel bei 6,35 Euro. Damit notiert der Wert 51 Prozent unter seinem 52-Wochen-Hoch von 13,02 Euro. Anleger warten nun darauf, wie effizient die Neuerwerbe in das bestehende Geschäft integriert werden.
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