Ondas Holdings liefert Rekordzahlen. Dennoch stürzt die Aktie am Donnerstag um sieben Prozent ab. Anleger blicken kritisch auf wachsende Verluste und eine hohe Bewertung. Der Kontrast zwischen operativem Wachstum und dem Minus unter dem Strich belastet die Stimmung.
Verluste belasten trotz Umsatzsprung
Im zweiten Quartal sprang der Umsatz auf 83,8 Millionen Dollar. Das entspricht einem Plus von 67 Prozent gegenüber dem Vorquartal. Aber der Konzern verfehlte sein Ergebnisziel deutlich. Mit einem Verlust von 0,19 Dollar je Aktie fiel das Minus doppelt so hoch aus wie von Analysten erwartet.
Die Kosten für die schnelle Expansion wiegen schwer. Der Markt stört sich parallel dazu an der Bewertung. Das Unternehmen wird mit dem 59-fachen Gewinn gehandelt. In der Kommunikationsbranche liegt der Durchschnitt lediglich bei rund 31. Das macht die Aktie anfällig für Rücksetzer.
Zukauf in Israel
Ondas kauft weiter zu. Der Konzern übernimmt Aran Defense für etwa 33 Millionen Dollar. Die israelische Firma soll 2026 rund 26 Millionen Dollar zum Umsatz beisteuern. Die Integration dieser Zukäufe erhöht die Komplexität im Konzern.
Das Management hält an den Wachstumszielen fest. Der Konzern peilt für 2026 einen Umsatz von bis zu 550 Millionen Dollar an. Parallel dazu wuchs der Auftragsbestand auf rund 757 Millionen Dollar.
Bis zum Jahresende 2026 soll die operative Profitabilität stehen. Analysten halten am optimistischen Ausblick fest. Sie vergeben im Schnitt ein „Moderate Buy“. Ein Kursziel von bis zu 22,75 Dollar spiegelt die hohen Erwartungen wider.
Anleger blicken nun gespannt auf die Charttechnik. Aktuell notiert das Papier bei 7,01 Euro. Investoren warten darauf, ob die psychologisch wichtige Marke von 7,00 Euro als Unterstützung hält.
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