Ondas Holdings Aktie: 6,9-Millionen-Auftrag aus Australien

BlackRock hält 7,2 Prozent an Ondas Inc. Der Drohnen- und Kommunikationsspezialist verzeichnet ein Umsatzwachstum auf 50,1 Millionen Dollar und einen Auftragsbestand von 457 Millionen Dollar.

Auf einen Blick:
  • BlackRock meldet 7,2 Prozent Beteiligung
  • Umsatz verzehnfacht auf 50,1 Millionen Dollar
  • Auftragsbestand erreicht 457 Millionen Dollar
  • Needham bestätigt Kaufempfehlung, senkt Kursziel

Die Ondas Holdings (inzwischen als Ondas Inc. firmierend) zieht verstärkt das Interesse großer institutioneller Investoren auf sich. Der weltweit größte Vermögensverwalter BlackRock meldete in einer aktuellen 13G-Meldung eine passive Beteiligung von 7,2 Prozent an dem Unternehmen aus West Palm Beach. Insgesamt hält BlackRock damit 38,1 Millionen Aktien. Diese Entwicklung erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem das Papier an der Börse eine hohe Volatilität aufweist. Allein in den letzten zwölf Monaten verzeichnete der Wert einen Zuwachs von 248,01 Prozent.

Trotz dieser langfristigen Rallye steht die Aktie unter dem Druck von Leerverkäufern. Medienberichten zufolge liegt das Short Interest seit fünf Monaten konstant bei über 30 Prozent. Neben BlackRock haben zuletzt auch andere Institutionen wie Legal & General sowie CloudAlpha signifikante Summen in das Unternehmen investiert, das auf Kommunikationsausrüstung und Drohnentechnologie spezialisiert ist.

Massive Umsatzsteigerung und prall gefüllte Auftragsbücher

Die operativen Zahlen untermauern den aktuellen Expansionskurs. Im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2026 erzielte das Unternehmen einen Umsatz von 50,1 Millionen US-Dollar. Dies entspricht einer Verzehnfachung gegenüber dem Vorjahreszeitraum und einer Steigerung von 66 Prozent im Vergleich zum Vorquartal. Der Gewinn pro Aktie (EPS) drehte mit 0,56 US-Dollar deutlich in den positiven Bereich, nachdem im Vorjahresquartal noch ein Verlust von 0,15 US-Dollar je Aktie gemeldet worden war.

Ein wesentlicher Treiber für die künftige Entwicklung ist der hohe Auftragsbestand. Durch die Übernahmen von Mistral und World View stieg der Backlog auf insgesamt 457 Millionen US-Dollar. Für das Gesamtjahr 2026 prognostiziert das Management einen Mindestumsatz von 390 Millionen US-Dollar. Ein zusätzlicher Impuls kam am 21. Juli durch einen neuen Auftrag des australischen Verteidigungsministeriums im Volumen von 6,9 Millionen US-Dollar. Zudem besteht eine strategische Partnerschaft mit dem Datenanalysespezialisten Palantir.

Analysteneinschätzungen und Insider-Transaktionen

Die Analysten der Investmentbank Needham bestätigten zuletzt ihre Kaufempfehlung für die Aktie. Zwar wurde das Kursziel von 23,00 US-Dollar auf 19,00 US-Dollar angepasst, doch das Haus sieht weiterhin erhebliches Potenzial. Der Marktkonsens stuft den Wert derzeit als „Moderate Buy“ ein, wobei das durchschnittliche Kursziel der Experten bei 16,75 US-Dollar liegt. Während Zacks Research die Aktie kürzlich auf „Hold“ hochstufte, halten andere Häuser wie Ladenburg Thalmann sogar an einem „Strong Buy“ fest.

Auf der Seite der Insider-Transaktionen gab es zuletzt Bewegung durch die Unternehmensführung. CEO Eric Brock veräußerte am 2. Juni rund 2,38 Millionen Aktien zu einem Kurs von 13,43 US-Dollar. Diese Transaktion diente laut Unternehmensangaben der Begleichung von Steuerverpflichtungen im Zusammenhang mit Aktienvergütungen. Bereits im Mai hatte Director Randy Seidl ein kleineres Paket von 10.000 Anteilen verkauft.

Marktlage und Ausblick auf die Quartalszahlen

Am gestrigen Freitag schloss die Aktie im europäischen Handel bei 6,48 Euro. Damit notiert das Papier aktuell mit einem Abstand von -50,23 Prozent deutlich unter seinem 52-Wochen-Hoch, das Mitte Januar erreicht worden war. Anleger richten ihren Blick nun auf den 13. August, wenn das Unternehmen die detaillierten Ergebnisse für das zweite Quartal vorlegen wird.

Die Marktkapitalisierung beläuft sich derzeit auf umgerechnet rund 3,76 Milliarden Euro. Während die kurzfristige Kursentwicklung durch Gewinnmitnahmen und das hohe Short-Volumen volatil bleibt, setzen institutionelle Käufer wie BlackRock offenbar auf die langfristige Skalierung des Geschäftsmodells durch die Integration der jüngsten Zukäufe und die Realisierung des hohen Auftragsbestands im Verteidigungs- und Kommunikationssektor.

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