Ondas Holdings Aktie: 240 Millionen Dollar Gesamtaufträge

Symbolbild, KI-generiert

Ondas steigert den Quartalsumsatz deutlich und baut den Auftragsbestand aus, kämpft jedoch weiter mit Verlusten und negativem Cashflow.

Auf einen Blick:
  • US-Aufträge über 240 Millionen Dollar
  • Umsatzprognose für 2026 angehoben
  • Analysten erhöhen ihre Kursziele
  • Verluste und Cash-Abfluss bleiben bestehen

Im heutigen Handel verzeichnet die Aktie von Ondas Holdings einen Kursanstieg von 2,3 % auf 6,73 Euro. Damit setzt das Papier eine vorsichtige Erholungsbewegung fort, nachdem es seit Jahresbeginn einen Wertverlust von -7,0 % hinnehmen musste.

Die jüngsten operativen Erfolge des Unternehmens, insbesondere im Bereich der Verteidigungstechnologie und durch strategische Zukäufe, stehen dabei im Kontrast zu einer am Markt beobachtbaren Zurückhaltung, die zuletzt durch Verkaufsabsichten von Insidern und enttäuschende Gewinnzahlen geprägt war.

Großaufträge der US-Armee stärken das Auftragsbuch

Ein wesentlicher Pfeiler der aktuellen Unternehmensentwicklung ist die Zusammenarbeit mit den US-Streitkräften. Mitte August meldete Ondas einen bedeutenden Auftrag für tödliche unbemannte Systeme (Lethal Unmanned Systems) mit einem Volumen von über 50 Millionen US-Dollar.

Dieser Abruf erfolgt im Rahmen eines milliardenschweren IDIQ-Programms (Indefinite Delivery, Indefinite Quantity), bei dem sich die Gesamtsumme der Ondas zugesprochenen Aufträge mittlerweile auf über 240 Millionen US-Dollar beläuft.

Diese militärischen Erfolge tragen maßgeblich zu einem massiven Auftragsbestand bei. Das Unternehmen beziffert den pro forma Backlog, der auch die Einheiten DZYNE und Cyberhawk umfasst, auf rund 757 Millionen US-Dollar. Diese Auftragspolster bilden die Grundlage für die ehrgeizige Umsatzprognose für das Gesamtjahr 2026, die das Management zuletzt auf eine Spanne zwischen 525 und 550 Millionen US-Dollar anhob.

Analysten heben die Kursziele nach Rekordumsätzen an

Die operative Dynamik spiegelt sich auch in den jüngsten Einschätzungen von Analystenhäusern wider. Mitte August reagierten Experten auf den deutlichen Umsatzsprung im zweiten Quartal, in dem Ondas Erlöse von 83,8 Millionen US-Dollar erzielte — eine Steigerung um 67 % gegenüber dem Vorquartal. Die Analysten von Oppenheimer erhöhten daraufhin ihr Kursziel für die Aktie von 16 auf 18 US-Dollar.

Noch optimistischer zeigt sich das Analysehaus Ladenburg Thalmann, das das Kursziel Mitte August von zuvor 21,50 auf nun 22,75 US-Dollar nach oben korrigierte. Neben dem organischen Wachstum durch Großaufträge treibt Ondas seine Expansion auch durch Akquisitionen voran.

So wurde die Übernahme von Cyberhawk erfolgreich abgeschlossen, während zeitgleich die Vereinbarung zur Übernahme von Aran Defense für einen Kaufpreis von 33 Millionen US-Dollar unterzeichnet wurde. Zudem konnte die Tochtergesellschaft Sentrycs Erfolge im zivilen Sektor verbuchen und Aufträge für Drohnenabwehrsysteme in mehreren großen Sportstadien sichern.

Finanzielle Herausforderungen und Insider-Aktivitäten

Trotz des rasanten Umsatzwachstums und der prall gefüllten Auftragsbücher bleibt die Profitabilität eine Baustelle. Im zweiten Quartal wies das Unternehmen einen Nettoverlust von 0,19 US-Dollar je Aktie aus und verfehlte damit die durchschnittlichen Erwartungen der Analysten, die mit einem geringeren Verlust von 0,13 US-Dollar gerechnet hatten.

Auch die Cashflow-Entwicklung war im Berichtszeitraum negativ: Der operative Cashflow lag bei minus 86,1 Millionen US-Dollar, während der freie Cashflow mit minus 93,8 Millionen US-Dollar beziffert wurde. Das Unternehmen verfügt jedoch weiterhin über eine starke Liquiditätsposition von 1,4 Milliarden US-Dollar in bar.

Für eine gewisse Verunsicherung sorgten Medienberichten zufolge zudem mehrere Pflichtmitteilungen von Anfang September. Insider und Großaktionäre signalisierten darin ihre Absicht, im Rahmen der SEC-Regel 144 eingeschränkt handelbare Wertpapiere zu veräußern.

Solche Verkaufsankündigungen lasten oft kurzfristig auf dem Aktienkurs, selbst wenn sie, wie im Fall von Ondas, in eine Phase starker operativer Expansion fallen. Mit einem aktuellen Abstand von -48 % zum 52-Wochen-Hoch bleibt die Aktie vorerst ein Wert für Anleger, die auf die langfristige Abarbeitung des hohen Auftragsbestands setzen.

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