Ondas Holdings setzt auf einen massiven Ausbau seiner Marktposition im Verteidigungs- und Infrastruktursektor. Mit der jüngsten Übernahmeankündigung von Aran Defense und einer angehobenen Umsatzprognose für das Gesamtjahr untermauert das Unternehmen seine Ambitionen, auch wenn der Nettoverlust im zweiten Quartal die Erwartungen der Analysten nicht ganz erfüllen konnte.
Strategische Zukäufe und Rekordumsätze
Am 18. August gab Ondas den Abschluss einer definitiven Vereinbarung zur Übernahme von Aran Defense bekannt. Für rund 33 Millionen US-Dollar in bar oder Aktien sichert sich der Konzern die spezialisierte Verteidigungssparte des israelischen Unternehmens Aran Ltd.
Ziel dieser Akquisition ist es, die lokalen Fertigungs- und Industrialisierungskapazitäten in Israel deutlich zu steigern. Die Sparte erwirtschaftete im vergangenen Jahr rund 17 Millionen US-Dollar Umsatz und soll laut Unternehmensangaben im laufenden Geschäftsjahr 2026 bereits etwa 26 Millionen US-Dollar beisteuern.
Diese Expansion folgt auf die bereits am 10. August abgeschlossene Integration von Cyberhawk. Mit diesem Zukauf stärkt Ondas seine Expertise bei KI-gestützten Drohneninspektionen und der Datenanalyse für Betreiber kritischer Infrastrukturen.
Die operative Dynamik spiegelt sich zudem in den Auftragseingängen wider. Im zweiten Quartal erreichten die Neubuchungen ein Volumen von 175 Millionen US-Dollar, gefolgt von weiteren 105 Millionen US-Dollar in der frühen Phase des dritten Quartals.
Analysten erhöhen Kursziele trotz Quartalsverlust
Das Zahlenwerk für das zweite Quartal fiel zweigeteilt aus. Während Ondas einen Rekordumsatz von 83,8 Millionen US-Dollar verbuchte, lag der Nettoverlust mit 0,19 US-Dollar pro Aktie über der Konsensschätzung von 0,13 US-Dollar.
Dennoch hob das Management die Umsatzprognose für das Gesamtjahr 2026 auf eine Spanne von 525 bis 550 Millionen US-Dollar an. Der Auftragsbestand zum 30. Juni belief sich auf 613 Millionen US-Dollar; unter Einbeziehung der Akquisitionen von DZYNE und Cyberhawk erreicht dieser Pro-forma-Wert sogar 757 Millionen US-Dollar.
Analysten bewerteten die Entwicklung trotz des Verlusts positiv. Die Experten von Oppenheimer erhöhten am 16. August ihr Kursziel für die Aktie von 16 auf 18 US-Dollar und bestätigten ihre Einstufung mit „Outperform“.
Auch Ladenburg reagierte auf die operativen Fortschritte und hob das Ziel am 17. August von 21,50 auf 22,75 US-Dollar an. Medienberichten zufolge wird vor allem das Potenzial durch neue Großaufträge, wie etwa die über 50 Millionen US-Dollar schwere Bestellung der US-Armee für taktische Drohnensysteme von Anfang August, positiv gewichtet.
Insider-Aktivitäten und Marktposition
Am Montag wurden neue Pflichtmitteilungen bekannt, nach denen Insider den Verkauf von restricted Stocks gemäß der SEC-Regel 144 vorbereiten. Dies folgt auf Transaktionen vom 14. August, als mehrere Führungskräfte, darunter Finanzvorstand Neil J. Laird und COO Robert Patrick Huston, RSUs ausübten.
Ein Teil dieser Aktien wurde zu einem Kurs von 9,30 US-Dollar veräußert, wobei das Unternehmen darauf verwies, dass diese Verkäufe primär zur Deckung anfallender Steuerverpflichtungen dienten.
Die finanzielle Ausstattung des Unternehmens bleibt solide. Zum Ende des zweiten Quartals verfügte Ondas über liquide Mittel und kurzfristige Investitionen in Höhe von 1,4 Milliarden US-Dollar. Damit ist der Konzern für die anstehenden Integrationen der neuen Geschäftsbereiche gerüstet.
An der Börse notiert das Papier aktuell bei 7,00 Euro, was einem leichten Rückgang von 1,1 % im heutigen Handel entspricht. Damit behauptet sich der Kurs jedoch weiterhin deutlich über seinem 52-Wochen-Tief von 4,10 Euro, von dem die Aktie derzeit um rund 71 % entfernt ist.
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