Ondas Holdings Aktie: 150 Millionen Auftragseingang im Q2

Ondas Holdings verzeichnet Milliardenaufträge, leidet aber unter Verkaufsdruck durch Altaktionäre und hohem Kapitalbedarf.

Auf einen Blick:
  • Auftragseingang über 150 Millionen Dollar
  • Partnerschaft mit Lockheed Martin
  • Hoher Nettogewinn bei operativem Verlust
  • Drohende Aktienplatzierung drückt Kurs

Starke Nachfrage, schwache Kurse. Bei Ondas Holdings klaffen operative Erfolge und Börsenstimmung derzeit weit auseinander. Am Freitag springt der Kurs zwar um gut sieben Prozent auf 6,91 Euro. Auf Monatssicht steht jedoch ein sattes Minus von rund 31 Prozent auf der Anzeigetafel.

Rüstungsgeschäft treibt das Wachstum

Im Juni sicherte sich Ondas neue Aufträge über mehr als 40 Millionen US-Dollar. Käufer sind Regierungen und Militärs weltweit. Sie bestellen vor allem Systeme zur Drohnenabwehr. Damit summiert sich der Auftragseingang im zweiten Quartal auf über 150 Millionen Dollar.

Parallel dazu meldet die Tochtergesellschaft Sentrycs einen wichtigen strategischen Schritt. Sie integriert ihre Cyber-Funktechnik in eine Abwehrplattform des US-Rüstungsgiganten Lockheed Martin. Dieses Bündnis stärkt die Marktposition von Ondas erheblich. Ein erfolgreicher Testflug des SkyLance-Systems für das britische Verteidigungsministerium rundet die operativen Fortschritte ab.

Hoher Gewinn, knappe Kasse

Die Bilanz für das erste Quartal liefert ein gemischtes Bild. Der Umsatz verzehnfachte sich im Jahresvergleich auf rund 50 Millionen Dollar. Unter dem Strich weist der Konzern sogar einen immensen Nettogewinn von fast 362 Millionen Dollar aus.

Aber das Kerngeschäft verbrennt weiterhin Geld. Der operative Verlust lag bei knapp 43 Millionen Dollar. Der freie Cashflow rutschte noch tiefer ins Minus. Das schnelle Wachstum verschlingt derzeit enorme finanzielle Mittel.

Insider-Trades und neue Aktien

Neben dem hohen Kapitalbedarf drücken formale Finanzmaßnahmen auf die Stimmung. Ondas hat Dokumente für den potenziellen Verkauf von über neun Millionen bestehenden Aktien eingereicht. Diese Papiere stammen aus früheren Firmenübernahmen. Ein Verkauf spült dem Unternehmen kein neues Kapital in die Kasse. Er erhöht lediglich das Angebot an handelbaren Aktien.

Hinzu kommt ein umstrittener Aktienverkauf des Unternehmenschefs Eric A. Brock. Er veräußerte Anfang Juni ein Paket für knapp 32 Millionen Dollar. Ein scheinbares Warnsignal. Tatsächlich diente der Deal aber ausschließlich dazu, Steuern für fällige Aktienoptionen zu begleichen. Er verkaufte nicht freiwillig über den offenen Markt.

Die extrem hohe Kursvolatilität von 108 Prozent spiegelt genau dieses Spannungsfeld wider. Operativ wächst Ondas dank der Rüstungsnachfrage rasant. Die drohende Aktienplatzierung durch Altaktionäre bremst den Kurs jedoch massiv aus. Erst wenn dieser Angebotsüberhang im Markt absorbiert ist, rückt das fundamentale Auftragswachstum wieder in den Vordergrund.

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