Ondas Holdings Aktie: 1,5-Milliarden-Pipeline

Ondas Holdings verzeichnet starke Auftragseingänge im Rüstungssektor, leidet aber unter technischem Verkaufsdruck. Die Aktie fiel in 30 Tagen um 26 Prozent.

Auf einen Blick:
  • Auftragspipeline von 1,5 Milliarden Dollar
  • Neubuchungen über 150 Millionen Dollar
  • Technisches Überangebot drückt Kurs
  • Cyberhawk-Übernahme für Diversifizierung

Ondas Holdings kämpft an zwei Fronten. Während das operative Geschäft im Rüstungssektor massiv anzieht, drückt ein technisches Überangebot auf den Kurs. Innerhalb von 30 Tagen verlor das Papier rund 26 Prozent an Wert.

Strategische Neuausrichtung auf Rüstung

Im Zentrum der Entwicklung steht die neue Sparte „Ondas Sentinel“. Hier bündelt das Unternehmen seine Aktivitäten im Verteidigungsbereich nach der Übernahme von DZYNE Technologies. Analysten der Investmentbank Needham schätzen das Potenzial der aktuellen Auftragspipeline auf rund 1,5 Milliarden US-Dollar.

Die Nachfrage zieht derweil spürbar an. Im zweiten Quartal sicherte sich Ondas Neubuchungen im Wert von über 150 Millionen US-Dollar. Allein im Juni flossen Aufträge über 40 Millionen Dollar für Robotik-Systeme und Munition von internationalen Regierungskunden ein.

Technischer Verkaufsdruck belastet den Kurs

Trotz der operativen Erfolge rutschte der Kurs deutlich unter den 200-Tage-Durchschnitt von 7,88 Euro. Grund dafür ist ein technischer Belastungsfaktor: Ein Börsenprospekt registriert rund 3,38 Millionen Aktien für den Wiederverkauf. Diese Papiere stammen aus früheren Übernahmen und erzeugen nun ein kurzfristiges Überangebot am Markt.

Finanziell verfügt Ondas jedoch über einen Puffer. Mit über einer Milliarde US-Dollar an Barmitteln und kurzfristigen Anlagen ist die Integration der neuen Sparten vorerst gesichert. Das Unternehmen benötigt nach aktueller Lage kein frisches Kapital von der Börse.

Diversifizierung durch Cyberhawk

Parallel dazu treibt das Management die Verbreiterung der Erlösströme voran. Bis Ende 2026 soll die Übernahme von Cyberhawk für etwa 125 Millionen US-Dollar abgeschlossen werden. Das Ziel ist klar: Cyberhawk liefert Datenanalysen für Energieversorger und soll die Abhängigkeit vom volatilen Rüstungsgeschäft verringern.

Für die Verteidigungssparte hat der Vorstand eine klare Marschzahl ausgegeben. Bis 2028 soll dieser Bereich operativ profitabel arbeiten. Anleger blicken nun auf den Abschluss der Cyberhawk-Integration im zweiten Halbjahr 2026.

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