Omv hat vor rund zwei Wochen für das dritte Quartal 2026 ein Clean CCS Operatives Ergebnis von EUR 2,12 Mrd. gemeldet. Reuters zufolge entsprach das operative Ergebnis etwa den Markterwartungen, während die Chemiesparte enttäuschte. Deren operatives Ergebnis sank auf EUR 63 Millionen.
Höherer Ausblick mit unterschiedlichen Vorzeichen
Der Clean CCS Gewinn je Aktie erreichte im Berichtsquartal EUR 3,54. Beim Ausblick für 2026 hob OMV unter anderem die Prognose für die europäische Raffinerie-Indikatormarge auf rund USD 25/bbl an.
Zum angehobenen Ausblick gehören nach Unternehmensangaben außerdem ein Brent-Preis von über USD 95/bbl und organische Investitionen von rund EUR 3,5 Mrd. Diese Angaben sind Erwartungen für das Gesamtjahr, keine bereits erreichten Ergebnisse.
Niedrigere Einstufung trotz höherem Kursziel
Medienberichten zufolge stufte Morgan Stanley OMV am Freitag von „Equal-weight“ auf „Underweight“ herab. Gleichzeitig erhöhte das Analysehaus sein Kursziel von EUR 65,50 auf EUR 67,00. Damit gingen die Änderung der Einstufung und die Anpassung des Kursziels in unterschiedliche Richtungen.
Die Aktie verlor am Freitag 0,7% und schloss bei 71,60 €; damit lag sie über dem neuen Kursziel. Die Herabstufung fiel mit dem Kursrückgang zusammen, ist aber nicht als dessen alleiniger Auslöser belegt.
Mit der Veröffentlichung der Ergebnisse für das vierte Quartal 2026 am 4. Februar 2027 steht der nächste bestätigte Ergebnistermin fest. Die bislang genannten Ergebniszahlen betreffen das dritte Quartal; die Aussagen zu Raffineriemarge, Brent-Preis und organischen Investitionen beziehen sich dagegen auf den Ausblick für 2026.
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