Omv treibt den Umbau zum grünen Energiekonzern massiv voran. Das Unternehmen sicherte sich jetzt 123 Millionen Euro für eine neue Wasserstoff-Großanlage. Die Mittel stammen von der Austria Wirtschaftsservice GmbH.
Wasserstoff-Hub in Niederösterreich
In Bruck an der Leitha entsteht eine Anlage mit 140 Megawatt Leistung. Ab Ende 2027 will OMV dort jährlich bis zu 23.000 Tonnen grünen Wasserstoff produzieren. Parallel dazu plant der Konzern ein Joint Venture mit Masdar.
Eine neue, 22 Kilometer lange Pipeline leitet das Gas direkt in die Raffinerie Schwechat. Das Ziel: eine CO2-Einsparung von 150.000 Tonnen pro Jahr. So will der Konzern seine Produktionsprozesse nachhaltiger gestalten.
Solar-Großprojekt in Rumänien
Indes meldet die Tochter OMV Petrom Fortschritte aus Rumänien. Im Hafen von Constanța trafen die ersten Photovoltaik-Module für vier neue Solarparks ein. Diese Anlagen sollen zusammen eine Leistung von 550 Megawatt erreichen.
Die Investition für die Solarparks übersteigt 400 Millionen Euro. Davon stammen rund 70 Prozent aus dem EU-Modernisierungsfonds. Die Parks sollen 2027 in Betrieb gehen.
Dazu schließt OMV Petrom weitere Lücken in der Kette. Der Konzern stellte kürzlich einen 20-Megawatt-Elektrolyseur am Standort Petrobrazi fertig. Das stärkt die lokale Produktion von grünem Wasserstoff.
Aktie behauptet sich
An der Börse notiert das Papier aktuell bei 54,70 Euro. Das entspricht einem leichten Tagesplus. Seit Jahresbeginn weist die Aktie eine positive Entwicklung von rund 13 Prozent auf.
Der Kurs liegt damit etwa drei Prozent über dem 200-Tage-Durchschnitt von 53,17 Euro. Mit diesen Schritten verankert OMV die Wasserstoff-Strategie im operativen Geschäft. Die Fertigstellung der Projekte im Jahr 2027 markiert den nächsten Meilenstein für die Dekarbonisierung der Raffinerien.
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