OHB: Raketen-Prüfstand in Mainz ist abgenommen

Symbolbild, KI-generiert

Der Mainzer Triebwerksprüfstand ist abgenommen; OHB System AG erhielt zudem ESA-Studienaufträge zur geplanten Mondinfrastruktur OASIS.

Auf einen Blick:
  • EU-Projekt mit Prüfstandsabnahme beendet
  • Förderung in Höhe von 4,96 Millionen Euro
  • ESA vergibt OASIS-Vorstudien an OHB
  • Jefferies und Berenberg bestätigen Kaufempfehlungen

OHB Digital Connect hat am 22. Oktober das Eu-BEST-Projekt mit der Inbetriebnahme und Endabnahme eines Prüfstands für Raketentriebwerkstests abgeschlossen. Die EU förderte das Vorhaben mit 4,96 Millionen Euro. Neben diesem Projektabschluss erhielt die OHB-Tochter OHB System AG Studienaufträge für eine geplante Mondinfrastruktur.

Prüfstand in Mainz, Vorarbeiten für den Mond

Der modulare Prüfstand entstand am Standort Mainz. Nach Unternehmensangaben koordinierte Eiffage Énergie Systèmes – Clemessy das Projekt; die technische Leitung für das Prüfstanddesign lag bei SpaceDreams. Mit der finalen Abnahme ist das Vorhaben abgeschlossen.

Die ESA vergab am 19. Oktober Machbarkeits- und Vorentwurfsstudien für die geplante Mondinfrastruktur OASIS an OHB System AG. Der Auftrag betrifft damit vorbereitende Studien für das Vorhaben.

Partnerschaften und bestätigte Kaufempfehlungen

Für die Satellitenkommunikation vereinbarte OHB vor gut einer Woche eine strategische Partnerschaft mit MediaMobil Communication. Im Rahmen einer Kapitalerhöhung soll OHB 25 Prozent der Anteile übernehmen. Nach Angaben der Unternehmen dient die Vereinbarung dem Ausbau von OHBs Fähigkeiten in der Satellitenkommunikation.

Mit Astroscale Holdings unterzeichnete OHB außerdem eine Absichtserklärung. Die Unternehmen wollen gemeinsame Möglichkeiten bei Weltraumsicherheit, Weltraumlageerfassung und Dienstleistungen im Orbit prüfen. Konkrete Projekte oder ein Auftragsvolumen nannte OHB dazu nicht.

Auf Analystenseite bestätigte Jefferies am Donnerstag Medienberichten zufolge die Kaufempfehlung für OHB vor den Zahlen zum dritten Quartal. Das Kursziel beträgt 280 Euro. Berenberg bestätigte am 27. Oktober ebenfalls eine Kaufempfehlung und nannte ein Kursziel von 358 Euro.

Als nächster Unternehmenstermin sind für den 12. November die Neunmonatszahlen angekündigt.

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